Mittwoch, 11. Januar 2012

Jetzt erst recht

Manchmal brauchen wir eine Bühne, die offensichtlich keine ist. Und wenn dann eine, wo Buhrufe und faule Eier das Feld beherrschen.

Offensichtlich... augenscheinlich... ja, da mag das so erscheinen.

Was ist geschehen? Das war nicht beabsichtigt. Das hat sich niemand gewünscht... offensichtlich.

Aber ist das wahr?

Wenn wir uns diffarmiert sehen, dann haben wir zwei Möglichkeiten: Entweder wir bleiben als Opfer in der Situation. Dann harren wir aus. Wir erklären uns einverstanden mit dem, was über uns erzählt wird.

Wir können es aber entlarven als das was es ist: der Spiegel dessen, wie wir über uns denken.

Und dann können wir uns selbst noch einmal betrachten und vielleicht korrigieren. Wir haben die Chance uns wieder ins rechte Licht zu rücken. Uns selbst wieder gerecht zu werden - uns unserer Kraft und Stärke bewußt zu werden.

Natürlich können wir auch auch einfach weitergehen. Aber dann würden wir den Schatz veilleicht übersehen. Es gehört sicherlich Mut dazu, hinzusehen. Aber dieser Mut wird tausendmal belohnt!

Erkennen, annehmen - und gehen lassen. Nicht vorbeirennen. Dann ist keine Entwicklung möglich. Die ungeheuerliche Behauptung, die Erde sei rund hat die Welt aus den Angeln gehoben und zutiefst beängstigt. Die Menschen haben versucht, denjenigen, der dies behauptet hat, zum Schweigen zu bringen. Heute lächeln wir über diesen Versuch... Da hat sich jemand getraut hinzusehen... Und hat ein uraltes Denken über 'Realität' befreit.

Manche Situationen müssen verlassen werden - ganz bestimmt. Die Sache mit dem toten Pferd... Aber nicht ohne mitzunehmen, was dort Gutes für uns schlummert. In den vermeintlich schlimmsten Geschichten steckt der größte Gewinn. Das Leben ist in der Waage, es gibt sie die verzweifelt gesuchte Gerechtigkeit. Aber sie stellt sich vielleicht anders dar als wir es erwarten...

Jetzt erst recht! Jetz zeige ich mich! Jetzt geh ich auf die Matratzen, kämpfe meinen Kampf - für mich. Für niemanden sonst. Es geht nicht darum, jemanden zu besiegen oder in der Konkurrenz der Bessere zu sein. Es geht darum, das Beste in sich zu entdecken und zu zeigen.
Die Bühne ist meist keine schöne. Aber es ist eine Bühne. Und es ist genau der Ort, der richtig ist für dieses Theaterstück. Um sich herauszufordern, sich zu entdecken.
Und dann tritt man (vielleicht) ab. Oder die Buhrufe verstummen und alle sind fasziniert von dem, was sich da abspielt. Ganz von allein...

Mobbing ist ein schweres Vergehen. Und ich möchte es auf keinen Fall herunterspielen.
Aber es ist ein Wechselspiel! Ich wünsche allen, die sich in dieser Situation befinden alle Kraft und den Mut, die Sehnsucht, sich zu befreien und Menschen, die unterstützen und erinnern - daran, dass auf der anderen Seite Menschen stehen, die lieben und wertschätzen.

Nimm mit, was es mitzunehmen gibt - nämlich Dich! Gestärkt und um einiges reicher.
Und dann geh, wenn es an der Zeit ist. Verharre nicht. Hab den Mut, Dich aufzumachen!

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