Mittwoch, 29. Mai 2013

Schuggafree Update




Also... 3 Wochen lebe ich nun schon ohne Zucker und Obst. Keine Lieblingsorangenmarmelade mehr zum Frühstück, kein Obst mehr im Müsli, kein Bananenshake und kein Stück Schokolade mehr so mal kurz zwischendrin als Motivationsschub. Das Schokofondue, das ich bei Frau Freudentanz gekauft habe, steht verschlossen in der Fensterbank. Ich meine, es schaut traurig drein... Aber ich mag mich irren. ;-)

Wie es dazu kam, wieso ich das mache? Also das erste Mal in meinem Leben NICHT um abzunehmen. Endlich geht es dabei NICHT um mein Gewicht, Aussehen. Es geht dabei rein um meine Gesundheit. Und das tut soooooo gut. Dass ich dabei auch an Gewicht verliere, ist ein freudig begrüßter Nebeneffekt.

Aber der Reihe nach. Ich habe eine Freundin, die seit vielen Jahren an Morbus Wegener leidet. Viel weiß ich nicht über diese Krankheit. Ich weiß nur, dass sie starke, zum Teil noch nicht ausreichend getestete Medikamente nehmen mußte. Nach unzähligen Operationen ist sie auf einem Auge blind und auf einem Ohr taub. Sie ist aber auch der einzige weltweit bekannte Fall, der damit zwei Kinder bekommen hat. Woher sie diese Energie, diesen Lebenswillen und ihren unerschütterlichen Idealismus nimmt, weiß ich nicht. Zur Zeit baut sie ein Haus. Und zwar unter Umständen, in denen sich das niemand getraut hätte. Aber sie... sie will das und sie macht das, meine Sushifreundin! Sie hat mich nämlich nicht nur zu Schuggafree sondern auch zu Sushi gebracht. Ja, sie kann motivieren und inspirieren.

Die Cortisoneinnahme ist natürlich auch an ihr nicht spurlos vorbei gegangen. Aber als ich sie neulich nach längerer Pause wiedersah, habe ich sie kaum erkannt. Vor mir saß das blühende Leben. Sie strahlte, hatte tolle Haut und sah kein Stück aufgedunsen aus. Im Gegenteil schlank wie eh und je.
So!, dachte ich mir. DAS will ich auch. Aber da ich schon oft im Klugscheißermodus bin, natürlich anders als sie. Ist ja klar!
Aber irgenwie... also sie hat mich überzeugt von dieser Bioresonanztherapie. Ihre Schwester hat eine Chemotherapie damit gut überstanden. Naja, schaden kann es ja nix. Denn ich habe das Problem, dass ich seit der Schwangerschaft mit Malte nie wieder unschwanger war - zumindest äußerlich. Mein Bauch ist hart und dick. 6 Monate strammes Sporttraining und Ernährungsumstellung hatten kaum Erfolg. Zumindest nicht beim Bauchumfang, so dass mir die Trainer damals ans Herz legten, mal zum Arzt zu gehen. Naja, ich hatte irgendwie nie Zeit und überhaupt... Was soll das bringen.
Meine Freundin war so überzeugend begeistert und ich sah ja auch ihre Veränderung, dass ich mich doch zu einem Termin entschloß. Und so habe ich mich vor drei Wochen auf den Weg gemacht. Eine Stunde Fahrt durch den Elm bei Sonnenschein und guter Musik. Und danach noch ein lekerers Essen bei meiner Freundin. Da konnte dazwischen passieren was wolle.

Diese Therapie begann damit, dass ich ein Kupferrohr in die Hand bekam, mir irgend so ein Ding ab und an auf den Rücken klopfte und die Therapeutin meinte: 'Ach, Energie haben Sie ja gar keine. Da fahren wir mal gleich das Rentnerprogramm.' Vielen Dank! Tse... Rentnerprogramm... Aber sie hatte recht, dass ich mich immer zu allem aufraffen musste. Und das kostete immer noch mehr Energie. Weitere Tests ergaben, dass mein Lymphsystem, Magen und Darm und Nieren nicht wirklich arbeiteten. (Ich dachte immer die dicken Hände seien einfach fett geworden.)
So, das Ende vom Lied war: kein Zucker mehr! Kein Süßzeugs und kein Obst!

Schock!!!!

Dh. wirklich geschockt war ich komischerweise gar nicht so richtig. Ich war erleichtert, dass sie nicht einfach sagte, nehmen se ab. Dann wird das schon. So erlebt oft genug beim Arzt. 'Sie haben Schnupfen? Naja, sie haben ja auch Übergewicht!' Und hier ging es nicht darum. Sondern irgendwie wirklich um mich.

Und so habe ich seitdem Tag keine Marmelade, kein Obst, kein Stück Kuchen und nix mehr angerührt. Sogar mein Mann sprach mir neulich seine Bewunderung aus, dass ich das so eisern durchhalte. Und der geizt eigentlich mit Lob oder Anerkennung.

Meine Kinder waren sich allerdings nach drei Tagen einig, dass das nun reiche mit dem ohne Zucker. Ich glaube - auch wenn es nir nicht wirklich schlecht ging oder ich etwas sehr vermißte - ich war schon ziemlich gereizt. Besonders morgens beim Frühstück. Immer nur Käse und Wurst... Und Quark mit Radieschen... Nicht so meins. Mittlerweile esse ich warme Haferflocken mit Erdnusscreme. Das geht. Der Geschmack verändert sich ja doch schnell.

Körperlich ging es mir wirklich gut. Von neuer Energie war zunächst allerdings noch nicht so viel zu merken. Ich fing an zu frieren. Eigentlich galt ich immer als Ofen. Nun aber hatte ich permanent kalte Füße. Die Kuscheldecke wurde mein liebster Freund. Aber auch das hat sich mittlerweile gut eingependelt. Wenn einem immer zu heiß ist, ist das auch nervig.

Neben der körperlichen Veränderung habe ich aber zunehmend persönliche festgestellt. Mir ist aufgefallen, dass ich immer den Drang nach Zucker hatte, wenn ich energiegeladen war, wenn ich etwas tun wollte. So als wollte ich mich mit dem Zucker beruhigen. Keine Belohnung sondern ein Runterregeln. Das war eine sehr dubiose Erkenntnis. Aber schön, das mal gemerkt zu haben.
Und vor allem entdeckte ich meine Wut! Unbändige Wut auf Begrenzungen und Bevormundung, Besserwisserei und Autoritäten. Auch das war gut zu erkennen und mich vor mir selbst zu behaupten. Keine Vergangenheitsbewältigung, sondern nur eine Begegnung mit mir. Mir egal wieso ich manches tat, was ich tat. Jetzt höre ich einfach mal damit auf!

Als die Wut weniger wurde, wurde ich anhänglich. Das widerum war für meinen Mann etwas ungewohnt. Er befindet sich noch in der Wunderphase. ;-)
Die Kinder sind froh, dass ich wieder fröhlich und ausgeglichen bin. Und vieles selbst mache, anstatt sie aufzufordern.

Heute ist der nächste Termiin. Und ehrlich gesagt, habe ich ein wenig Angst, dass ich wieder Zucker essen darf. Denn ich würde mir das gern erhalten. Obst würde ich gern wieder essen. Aber Zucker - never! Das Schokofondue hält sich bis Weihnachten. ;-)

Ich möchte die neugewonnene Energie nutzen... Wofür weiß ich noch nicht. Das ist mein eigentliches Problem. Dass ich nicht weiß, was ich tun soll. Außer Betten machen und bügeln. Das macht sich ja so nebenbei. *gg*

Vielleicht gibt's ab morgen keine Milch- und Weißmehlprodukte mehr. Und vielleicht kommt mir damit ja dann die Erleuchtung. ;-)
Ich warte es ab!

Also, einen ereignisreichen Tag für alle!
Anke


Donnerstag, 9. Mai 2013

Heute...




... ist VKatertag!

Wir wünschen Euch einen schönen...

Liebe Grüße
Anke

(die seit gestern zuckerfrei leben muss darf, was überraschend gut gelingt!)

Dienstag, 7. Mai 2013

Nur ganz schnell..


... und falls Ihr es noch nicht wusstet:

Das Leben ist hammertoll!!!

Und schon bin ich wieder weg - in meinem Leben.

*schmaaaatz*

Anke