Montag, 26. Juli 2010

Geschehen lassen

Manches bindet unsere Gedanken fest an sich. Und anstatt einen Nutzen daraus zu ziehen, kauen wir es wieder und wieder. Wir drehen und wenden jedes noch so kleines Detail, bis es in tausend kleine Teilchen zersprengt, die wir danach alle versuchen zu betrachten und zu bedenken.

Und was bleibt? Zu oft nichts. Außer Sorgen, fehlenden Antworten, Zweifeln und Hadern. Am schlimmsten ist der Zustand bzw. die Erkenntnis, dass wir nichts sind und das Leben wenig Sinn macht. Diese beiden Gedankengänge erleben wir selten bewußt, sie sind gefährlich und schmerzhaft. Deshalb suchen wir andere Worte für genau dies. Wenn wir uns allerdings genau anschauen, was wir tun, stellen wir oft fest, wie wir uns vergleichen, wie uns alles viel zu schwer erscheint, wie müde wir sind und uns das Lachen im Hals feststeckt.

Wir leben nicht auf der Überholspur wie ich finde, sondern wir leben eine perfektionierte Verdrängungsstrategie. Wir suchen und finden Schuldige, diejenigen, die noch viel schlimmer sind als wir, diejenigen, denen es noch umso vieles schlechter geht als uns, die noch häßlicher sind als wir. Wir betäuben uns - bestenfalls - mit Musik, Shopping und anderen Ablenkungen.
Aber sind wir wieder allein mit uns, dreht die Gedankenmühle wieder weiter.

Denn was nützt es mir, wenn ich weiß, dass Menschen Hunger leiden. Schmeckt mir Fenchel deshalb besser? Liebe ich deshalb Pesto weniger?
Ich möchte mich nicht mit anderen messen. Schon gar nicht am Elend anderer. Denn dann brauche ich dieses Elend, um mich ab und an reich zu fühlen. Viel mehr sollte ich mich auf das besinnen, was ich habe. Dann kann ich wieder lächeln. Dann ist es fair. Dann können auch die anderen reich werden.
Denn wenn wir ehrlich sind, könnte jeder Hunger in Millisekunden beendet sein, wenn wir wirklich alle wollten. Aber wir wollen nicht... Können nicht... aus Angst? Es ist genug zu essen für alle da!

Wenn ich bei mir bleibe und meine Gedanken bei mir halte, dann kann ich sie ein- und ausschalten, wenn ich mag.

Es gab Zeiten in denen ich nachts aufgeschreckt bin, weil mich eine Sorge durchzuckte. Und sie blieb im Kopf. Sie ließ mein Herz bis zum Hals schlagen. Und scheinbar war ich mir sicher, dass ich alles gedanklich durchkauen muss, bis ich eine plausible, für den Verstand akzeptable Lösung gefunden habe. Aber ich wurde nicht fündig. Nur nervöser.
Bis meine Schwester mich fragte, was ich meine morgens um vier ändern zu können... Tja, was eigentlich? Nichts! Ich kann nichts tun. Außer einen neuen, einen anderen Weg zu wählen. Das kann ich jederzeit tun. Jetzt und sofort.
Ich muss die eingetretenen Pfade verlassen. Dazu muss ich auch das gedankliche Wirrwarr verlassen. Aufhören zu denken!

Atmen - ein und aus. Ganz bewußt mich darauf konzentrieren. Denn das hält mich am Leben! Ohne Steuerung, ohne Antrieb atme ich - ein und aus. Fantastisch! Jede Zelle des Körpers arbeitet unentwegt. Ohne Nachzudenken, ohne Mühen, ohne Verlangen nach mehr. Er tut seinen Job. Das sollte uns soviel wert sein. Wert ihm seine nächtliche Erholung zu geben anstatt den Puls hochzutreiben. Wir sollten ihn mit allem versorgen, was er braucht. Ihn achten und ihm danken.

Wenn wir uns auf uns besinnen, auf das, was uns leben läßt, dann können wir nur noch lächeln. Und wenn wir lächeln, können wir nicht verzagen, dürfen alle Gedanken, die uns nicht von Vorteil sind, gehen und uns verlassen.

Unser Körper sind wohl der am wenigsten geachtetste und meist gehaßte, meist kritisierteste Freund, den wir haben. Und er hält geduldig aus. Wenn er uns dann mal den Spiegel vor die Nase hält, ignorieren wir ihn.

„Geh du vor“
sagte die Seele zum Körper,
„auf mich hört er nicht.
Vielleicht hört er auf dich.“
„Ich werde krank werden,
dann wird er Zeit haben auf dich zu hören“
sagte der Körper zur Seele.

- Ulrich Schaffer -

Aber wir dürfen geschehen lassen. Alles! Je mehr wir festhalten, umso verkrampfter werden wir. Unsere Kräfte lassen nach. Und wir verpassen so vieles. Wir werden steif und starr.

Wir verpassen das Leben. Wir vergessen zu leben, wenn wir uns ständig sorgen. Wovor haben wir Angst? Vor dem finanziellen Ruin? Vor Hunger und Tod? Wir haben Talente, die uns unverwechselbar machen. Daraus läßt sich etwas machen. Ganz sicher! Wir können auf der Straßen singen, können um einen Apfel bitten. Und sterben tun wir auf jeden Fall. Wir werden unseren Körper verlassen. Ob wir an ein Leben nach dem Tod glauben oder überzeugt sind, ein 'Danach' gibt es nicht. Wir werden die Schlacht verlieren. Und was wäre so schlimm, wenn wir nie im Fussballstadion waren? Wir sind dann tot. Dann interessiert es uns eh nicht mehr.

Also stürzen wir uns ins Getümmel. Ohne Furcht und Tadel! Seien wir Ritter!

... und lassen geschehen! Es kommt wie es kommt - so oder so. ;-))

Samstag, 24. Juli 2010

Gute Nacht




Kurz bevor die Sonne aufgeht,
ist die Nacht am dunkelsten.


Selma Lagerlöf

Oh nein!!!!

Ich habe sie gefunden - die ultimativen Fliesen für's Bad!!!
Aber mein Mann was not amused als er den Preis gesehen hat. Ich will aber nur die!!! Nix anderes!!!

Ich muss jetzt Überzeugungsarbeit leisten die nächsten Wochen... ;-)))

Aber dann...

Ich freu mich sooooooooooooooooo tieriiiiiisch... :-)))

Liebe Grüße,
Anke

PS: Die Spamflut von englischsprachigen Internetseiten zur Badrenovierung reißt nicht ab! grrrrrrrrrrrrr...

Mittwoch, 14. Juli 2010

...



Sei Liebe - dann brauchst Du sie nicht zu predigen!

Have an amazing moment

Transformation is an instant-moment thing, open to us and available to us in any and every second. Life starts anew when you say it does. Therefore be gentle with yourself about yourself. Kiss away your (imagined) faults, foibles, and failings, and remember this always: If you saw you as God sees you, you would smile a lot.

Neale Donald Walsch

Freitag, 9. Juli 2010

Danke

... für Eure lieben Glückwünsche!

Danke, Gabriela für Deine lieben Worte!

Und ja - der 7.7.1967 war ein besonderer Tag! Wie auch der 31.3.1756 ein ganz besonderer war.

Jeder Tag ist es. Jeder Mensch ist es. Jeder Lebensumstand ist es. Alles ist es! Alles, jede Sekunde ist unwiederbringlich.

Wie leicht sagen wir, gib jedem Tag die Chance, der schönste Deines Lebens zu werden. Und dann schauen wir uns die Nachrichten an, lassen uns von Schreckensnachrichten leiten, fühlen oft nur noch, wenn Informationen die Grenzen zur Sensation schon längst überschritten haben. Und schon meinen wir zu wissen, wie 'schwierig' und 'hart', 'grausam' und 'kaltherzig' die Welt ist. Unser Verstand kann sich beruhigt zurücklehnen.

Tja, so haben wir dem Tag wieder jede Chance genommen...

Also schau ich auf all das, was mir Schönes und Gutes widerfährt. Und dann warten plötzlich tausend Wunder auf mich. Und jeder Tag wird spannend. Dann kann ich auch in Tiefen abtauchen, die mir wieder bewußt machen, wieviel Grund zur Dankbarkeit ich habe.

Deshalb ignoriere ich nicht, was ich um mich herum erfahre. Aber ich lasse mich davon nicht leben.

Ich schicke Euch allen Licht und ganz viel Liebe, Freude und Glück (habe nämlich grad davon im Übermaß)
Anke

...



Ihr wißt, was das heißt???



Genau - es geht los! ;-))

Donnerstag, 8. Juli 2010

Vor 43 Jahren

sah ich so aus (also das Baby rechts im Bild)



und heute so



Ich liiiiiiebe es Geburtstag zu haben! Jedes Jahr aufs Neue! ;-))

Und gestern war ein ganz besonderer Tag, Geburtstag, Halbfinaltag :-((...

Meine lieben Gäste haben ihn unvergesslich gemacht. Es war der authentischste Jahrestag von allen. Und ich habe ihn so sehr genossen.
Wie sagte Kelly: 'Es ist wie in Brasilien - überall wird gegessen, geredet und alle sind frei.' - Das war das schönste Kompliment. Denn so soll es sein!

Mein größtes Geburtstagsgeschenk hat mir meine Familie gemacht. Sie hat innerhalb von zwei Tagen, den Schutt- und Schrottplatz vor meinem Wohnzimmerfenster in einen Tanzsaal verwandelt. Ich freue mich soooooooooooooooooo sehr darüber, dass ich ihr einen ganzen Post widmen werde. (Das hier ist meiner!) ;-))))

Ja, ich liebe Geburtstag. Und seit ich 40 geworden bin, ist es jedes Jahr schöner geworden. ;-) An meinem 40. war meine Familie (fast) komplett. Es war das leztte Jahr, in dem mein Vater dabei war, meine Schwester hat für kurze Zeit in Deutschland gelebt und war hier und mein Bruder selbstverständlich auch. ;-) Dieses Jahr war keiner der dreien da - aber Freunde waren zu besuch. Durchgeknallte, verrückte, internationale, kreative und absolut heißgeliebte Freunde! ;-))

1974 sind wir am 7.7. Weltmeister geworden, am 7.7.1985 hat Boris das erste Mal in Wimbledon gesiegt. Wer konnte ahnen, dass wir gestern das Halbfinale versemmeln??? Also ich nicht!!! Nachdem wir kurz - bis auf Daniel! hehe - alle etwas 'aggro' waren, haben wir noch bis halb zwölf auf der Terrasse gesessen - bei Kerzen- und Fackelschein...

Alte Grüße,
Anke

Donnerstag, 1. Juli 2010

Vor 5 Jahren

sah meine Lotte so aus.



Und das ist sie heute.



Herzlichen Glückwünsch mein kleiner Marienkäfer zu Deinem Geburtstag!