Mittwoch, 27. Februar 2013

Impressionen




Es ist der dunkelste Winter seit 42 Jahren habe ich in den letzten Tagen irgendwo gelesen. Dh. ich habe beide dunkelste Winter miterleben müssen.
Ich finde das reicht! Deshalb habe ich heute alles vorhandene Licht gebündelt und eingefangen...









Irgendwann wird er anfangen - der langersehnte Frühling! Ich weiß es ganz genau. Noch steht 'Winter' in meinem Regal. Ich werde ihn morgen gegen 'spring' austauschen. Und Frühlingsblüher pflanzen... und Stiefmütterchen bestellen... und den Kamin weiß streichen... und Sonnencreme LSF 20 minimum kaufen... und eine Sonnenbrille! Ach ja, stimmt ja... letzteres sind Sachen, die der Sohn für die Skifreizeit braucht. Freitag fährt er los. Oh Gott, was waren Kindergarten und Schule gegen das Abenteuer 'ichbinjetzterwachsen'... Furchtbar! Ich habe ihm heute psp4 (oder wie das heißt), eine Sauna, einen 3D Fernseher versprochen, wenn er bei mir bleibt. Schließlich hat er doch alles, was er braucht. - Aber das Kind ist leider nicht käuflich.
Mist, da werd ich Opfer meiner eigenen Erziehung! Toll...

Aber erstmal wird es Frühling! Und dann sehen wir weiter, oder?

Sehr hoffnungsvolle Grüße,
Anke

Montag, 25. Februar 2013

Bald ist ja Ostern



Happy family


Liebe Esther,

ich bin noch etwas wortlos, so reich beschenkt, dass sich alles noch formen muss darf.

Danke sage ich aber schon mal für Deinen liebevollen Blick auf meine Familie.



Dies Bilder sind wunderschön geworden. Ich bin so dankbar!

Ich wünsche allen eine glückliche Woche,
Anke

Montag, 18. Februar 2013

Auch das noch...





Also, wir hatten immer einePutzfrau (darf man das noch sagen oder ist es politisch inkorrekt?). Als meiner Mutter das Mehl aus dem Schrank fiel, beruhigte ich sie bereits mit vier Jahren: 'Macht nix, Schwarz kommt.' (Um Missverständnissen aus dem Weg zu gehen: ihr Name war Frau Schwarz!)

So habe ich eigentlich nie so richtig gelernt, einen Haushalt zu führen. Aber es war immer mein Traumjob. (Ja ja, das was man nicht hat...)

Naja, mittlerweile klappt es ganz gut. Und ich habe eine Leidenschaft für Putzmittel entwickelt. Samstags mit meinem Mann durch die Drogeriemärkte zu schlendern und Putzmittel gucken, finde ich grandios. Was es nicht alles gibt... Es kann ja wirklich NICHTS, aber auch gaaar nichts passieren, für das es kein geeignetes Reinigungsmaterial gibt. In allen Farben und Duftnoten (Geschmacksrichtungen ist die Zukunft. *ggg*)

Natürlich beschränke ich meine Einkäufe immer auf die 'erlaubten' Mittel. Sagen wir mal so... Das ist so wie beim Gemüse, das ja bekanntlich in den Supermärkten gleich ganz vorn in der Auslage zu finden ist. Um das Gewissen zu beruhigen - eine Salatgurke im Wagen, da kann man getrost bei den 'bösen' Sachen zuschlagen. Ja, das haben Wissensschaftler rausgefunden und so werden wir bei jedem Einkauf aufs Neue manipuliert. Aber ich schweife ab...

Also erst findet ein Froschprodukt den Weg in meinen Einkaufskorb... und dann geht's los. Dann fange ich an zu stöbern und verliere mich förmlich in den Regalen. Eine Freude! :-)
Und ja, eins von den eigentlich verantwortungslosen Flaschen begleitet den Frosch dann doch mit zum Kassenband. Und fährt mit mir nach Hause, wo es dann auch sofort ausprobiert wird.
Wenn ich dann abends mit rauhen, trockenen Händen auf dem Sofa sitze... ja, dann möchte ich es dann am liebsten in den Müll schmeißen! So aggressiv und total unnötig. Ich hätte es echt nicht gebraucht! NIIIIIIE wieder bin ich so dumm und kaufe Putzmittel...

Genau! Bis zum nächsten Mal... ;-)


PS: Was ich grad gemacht habe? Na, ist doch klar! Das Bad der Kinder geputzt. Und da komm ich immer wieder drauf - der Frosch allein tut es eben doch nicht immer. ;-)
Ist dieser Putzeimer nicht wunderschön? *lach* Meiner sieht auch so aus. Und ich bin ganz verliebt in ihn! Aber das Foto habe ich im www gefunden.

Freitag, 15. Februar 2013

Wahre Liebe?

Gespräche mit Gott
„Ich liebe Dich“. Die Leute sagen das so, aber viele verstehen nicht, was es bedeutet – wirklich bedeutet -, einen anderen zu lieben. Sie begreifen, was es bedeutet, einen anderen zu brauchen, etwas von einem anderen zu wollen und auch durchaus bereit zu sein, im Austausch für das, was sie brauchen und wollen, etwas zu geben, aber sie verstehen nicht, was es heisst, wirklich und wahrhaftig zu lieben.

~ Neale Donald Walsch in „Freundschaft mit Gott“, Seite 319

Diese Statusmeldung fand ich gerade bei facebook.

Und ich weiß nicht so wirklich etwas damit anzufangen. Denn für mich gibt es keine Abwesenheit von Liebe. Für mich ist Liebe das, was uns trägt. Es gibt keine Definition von Liebe. Liebe ist nicht fix. Aber in meinem Verstehen des Lebens und all seinen Mysterien ist Liebe immer da.
Ich würde das, was zu so vielen zwischenmenschlichen Missverständnissen führt, zu manch katastrophalen Beziehung, die Anwesenheit von 'zu viel Ego' bezeichnen.
Das Ego wertet und urteilt, das Ego möchte gestreichelt und bewundert werden. Es braucht Zuspruch und Kritiklosigkeit. Ich glaube, es wäre unrecht zu behaupten, jemand liebe nicht, wenn er gebraucht werden möchte. Wir haben Liebe so definiert. So beschreiben wir Liebe. Wir schreiben Bücher, drehen Filme über genau so eine Liebe. Und wundern uns, dass sie im Leben so nicht funktioniert. Wir sind enttäuscht und zweifeln - an uns, die Figur ist nicht passend, wir sind zu laut, zu leise, zu groß oder zu klein. Oder der andere ist der Schuldige. Er hat uns unglücklich gemacht... Aber das ist nicht die Liebe. Das ist das Ego. Das Ego hat Grenzen und je nach Bewußtsein sind die Grenzen weit oder eng. Es ist bedroht, wenn wir diese Grenzen überschreiten. Es gerät in Gefahr. Und es schreit, lechzt, fordert und demütigt.

Aber das kann nicht die Abwesenheit von Liebe sein. Denn in uns allen brennt das eine Licht, die eine Sehnsucht, das eine Brennen. Wir wollen alle wahrhaft erkannt sein und wir wollen uns leben. Das ist unser aller Sehnsucht. Wir wollen frei sein in unserem Denken, Fühlen und Tun. Das ist es, was jeder von uns möchte. Allein die Angst, die Grenzen unseres Egos halten uns davon ab. Das Ego war es wohl auch, das Religionen schuf. Das Ego brauchte Regeln, die so weit entfernt allen Lebbaren sind. Das Leben ist bunt, vielfältigst, spannend, leise und laut... Das Leben IST. Nicht mehr und nicht weniger.
Darin liegt die Liebe. Darin,das zum Ausdruck zu bringen. Alles zu zeigen, was möglich ist.

Den anderen so zu lassen wie er ist. Ihm mit Neugier zu begegnen. Zu verweilen oder weiterzuziehen.

Dazu muss ich mich aber zunächst annehmen, aufhören mich zu kritisieren. Dazu muss ich meine Bedürfnisse, meine Wünsche, meine Träume, meine Sehnsüchte, mein Brennen - alles, was mich ausmacht, kennen und lieben. So wie ich bereit bin, mich auf mich selbst einzulassen, nur soweit kann ich in der Lage sein, den anderen so zu lassen, wie er ist.

Denn wir haben verlernt, im anderen das Licht zu sehen. Im anderen die Liebe zu sehen.


Die Liebe ist langmütig, /
die Liebe ist gütig. /
Sie ereifert sich nicht, /
sie prahlt nicht, /
sie bläht sich nicht auf.
Sie handelt nicht ungehörig, /
sucht nicht ihren Vorteil, /
läßt sich nicht zum Zorn reizen, /
trägt das Böse nicht nach.
Sie freut sich nicht über das Unrecht, /
sondern freut sich an der Wahrheit.
Sie erträgt alles, /
glaubt alles, /
hofft alles, /
hält allem stand.
Die Liebe hört niemals auf. /

Aus 'Das Hohelied der Liebe'

Die Liebe ist immer da!
Das zu spüren, wünsche ich Dir & mir in jeder Sekunde dieses Lebens.


Mittwoch, 13. Februar 2013

Herzmitnahme

Irgendwann im Leben gibt es vielleicht einen Punkt, wo ins Bewußtsein dringt, andere Wege einzuschlagen. Und dann versucht jeder den für ihn passenden zu finden. Alles beginnt damit, darüber nachzudenken, was wir tun. Das ist bestimmt auch wichtig, um uns klar zu werden, wo wir gerade stehen, was für Veränderungen wir uns wünschen. Das ist mit Sicherheit ein notwendiger Schritt.

Wir überlegen, überdenken, besprechen, suchen Rat...

Was wir aber nie vergessen dürfen, ist unser Herz. Es möchte mit auf diese Reise gehen. Es ist das neugierige Kind an unserer Hand, das hüpft und springt, tausend Fragen stellt und es einfach nicht abwarten kann.

Wenn wir weiter unserem Verstand folgen, wissen wir vielleicht wohin wir wollen. Aber der Weg wird anstrengend und beschwerlich. Weil wir ja ans Ziel gelangen wollen - ohne Umschweife. An jeder Kreuzung muss der Weg neu überlegt und bedacht werden. Tausend Dinge gibt es zu beachten. Denn die Erfahrungen der letzten Wegstrecke wollen auch mit in die Waagschale gelegt werden. Und so wird es immer anstrengender und umfangreicher.

Wo wollen wir eigentlich hin?

Doch zu unserem Herz, oder nicht? Dahin, wo wir hüpfen und springen, wo wir ausprobieren und Leichtigkeit (er)leben können.


*kicher* - dabei ist das Herz die ganze Zeit schon da und drängelt und fragt und hüpft.
Wir beruhigen es nur immer mit den Worten 'Warte, wir sind ja gleich da. Nun geb schon Ruhe!'

Wie damals, als es in den Urlaub ging und für uns Kinder die Autofahrt zwar langweilig aber trotzdem schon Teil des Urlaubs war.

Also mein Herz, nun auf und lass uns hüpfen. Ich versuch mal nicht so erwachsen zu sein sondern alle Deine merkwürdigen Fragen zu beantworten und Deine Spiele mitzuspielen. Auf dass wir irgendwo ankommen. Oder sind wir gar schon da?

'Nun wart mal ab', sagt das Herz. 'Du wirst es schon wissen.'



Ich wünsche allen einen frohen Tag,
Anke

Montag, 11. Februar 2013

Humor ist...




... wenn man trotzdem lacht!

Aber wir sollten aufpassen, dass wir dem Clown in uns nicht zuviel Raum geben und er uns ablenkt von dem, was da noch in uns steckt.
Der Clown ist nämlich ein Schelm. Ein egozentrischer Kerl, der alle Aufmerksamkeit für sich beansprucht.
Es ist gut, ihn manchmal unbeachtet zu lassen.

Stille ist ein guter Weg, diesen Kaspar mal zum Schweigen zu bringen. Denn wenn keiner mehr über ihn lacht, das Publikum sich von ihm abwendet, dann ist der Clown ein ganz normaler Mensch. Die Geschichte vom traurigen Clown stimmt vielleicht gar nicht. Vielleicht denkt der Clown nur, dass das sein Job ist. Vielleicht steht er schon kurz vorm Burnout. Fragen wir ihn mal. Geben wir ihm mal kurz frei und besprechen den Arbeitsvertrag neu. Das sollte man bei älteren Verträgen ohnehin öfter mal tun. Die ein oder andere Klausel ist längst überholt und kann gestrichen werden.

Schicken wir den Clown doch ab und an mal auf die Wellnessfarm. Da kann er sich dann ausruhen. Und wir uns aus.

Zeigen wir doch mal einfach unser Gesicht hinter dem Clown...

Ich bin gespannt.


Und wünsche allen viel Humor ohne ein 'trotzdem'
Anke



Foto: www

Sonntag, 10. Februar 2013

... oder ich...

... habe diese Arbeitsplatte in meiner neuen Küche! Dann koche ich auch wieder noch lieber. ;-)

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Wenn - nicht falls!!! - ich reich bin...


... dann gehe ich jeden Tag ins Restaurant und lebe meine Kreativität beim Zusammenstellen der angbotenen Speisen aus. Meine Zielstrebigkeit drückt sich im täglichen Wechsel der besuchten Lokalitäten aus.

Und der Genuss steht an erster Stelle! Stundenlang werde ich sitzen & mich verwöhnen lassen. Zum Abschluß einen Espresso und ein ausgedehnter Spaziergang am See oder durch den Wald, bevor ich irgendwo zu Tee & Kuchen wieder einkehre...

Herrlich wird das, wenn ich reich (an Materiellem) bin!



Die paar Wochen bis es soweit ist, werde ich mich selbstverständlich an den Herd stellen und Gemüse kleinst schneiden, köcheln, bruzeln, manschen und kneten... Bevor ich alles inmitten dem Chaos und in lustiger & lauter Gesellschaft zu mir nehme, um abschließend auf dem Sofa zusammenzubrechen.
Die paar Wochen halte ich das noch aus. ;-)

Liebe Grüße vom Herd (mit dem Michelin Restaurantführer unter dem Kochbuch)
Anke

Samstag, 9. Februar 2013

Linsen


Ich habe es getan...

Endlich!!!

Vor ein paar Wochen war ich beim Optiker. Einfach so. Ich wollte einfach Zeit überbrücken. Und da dachte ich, ein Sehtest sei die mit Abstand beste Idee. ;-) Wer geht schon zu starbucks???

Das Ergebnis war niederschmetternd. ICH gehe ab sofort zu starbucks! ... Ich brauche nämlich dringend eine Gleitsichtbrille. Oh Gott!!! Nicht nur die Kinder werden älter. Ich werde sogar alt. Charlotte hat recht. Himmel wie schrecklich. Geahnt hatte ich es. Nachdem ich festgestellt habe, dass das Stricken ohne Brille besser geht. Es lag leider nicht am Licht.

Nun gut. Dann geh ich mal aufs Ganze und frage schüchtern nach Kontaktlinsen. Die nette Brillenfachverkäuferin schüttelte nicht energisch mit dem Kopf, nein, sie ermutigte mich sogar. Juchhuuuuu!

Und so trage ich seit heute Gleitsichtkontaktlinsen. Natürlich brauche ich auch eine neue Brille. Aber das ist mal gar nicht so einfach. Ich mag in meinem Geischt keine Brillen. Aber irgend so ein Gestell wird sich bestimmt finden.

Bis ich Linsen ins Auge gefummelt habe, hat es zwar gedauert. Aber die Kontrolle nach 30 minütiger Tragezeit ergab eine 100%ige Sehkraft. Ist das nicht toll? Ich bin so glücklich.

*hüpftanzimkreisspring*

Und um die andere Linse im schwarzen eckigen Kasten kümmere ich mich jetzt auch. Ich hab sooooo Lust! Nicht nur zum Fotografieren, sondern auch Esther endlich mal wieder zu sehen. Und ihre wunderschönste Wohnung! Und ihr Essen zu essen genießen.

PS: Diese Durchstreichfunktion finde ich nicht super. *grins*

Freitag, 8. Februar 2013

I was in heaven


http://www.lecker.de/rezept/789035/Gemuese-Puffer-mit-Lachstatar-und-Schmand.html

Manno... ich krieg es nicht hin, einen link einzufügen.

Das Essen war sooooooooo köstlich gestern. Ich war im kulinarischen Himmel.

Das wird auf jeden Fall auf die 'Liste' mit aufgenommen. Derzeit versuche ich die Familie damit zu beglücken, dass jeder einen Tag in der Woche bestimmen darf, was gegessen wird. Und Widererwarten sind unsere Essenspläne recht vielfältig.
Gestern hatte sich Tjelve Gemüsepuffer gewünscht. Kaufen wollte ich sie nicht. So bin ich auf die worldwideSuche (was für ein bescheuertes Wort) und bin bei lecker.de fündig geworden. Sonst habe ich immer bei chefkoch.de gesucht. Aber ehrlich gesagt, mag ich die Aufmachung dort überhaupt nicht. Bekanntlich isst das Auge mit. Und im Vorfeld liest mein Auge auch mit... Lecker.de ist jedenfalls mein Favorit geworden.

Einfacher wäre es mit einer Küchenmaschine gegangen. Da ich aber nur eine kitchenaid haben will und die im Moment nicht drin ist, hab ich die Kinder abwechselnd an die Tupperreibe gelassen und sie raspeln lassen, was das Zeug hält. Als sie keine Lust mehr hatten, war es auch genug 'Teig'... Gutes Timing! hihi

Das Lachstatar wäre auch mit einer schönen kitchenaid besser zuzubereiten gewesen. Aber so ging es auch (also dies Jammeraugengeplinker gilt ausschließlich meinem Mann, falls der hier mal vorbeischaut.).

Dazu der Schmand... Es war ein Gedicht! Einen Puffer habe ich mir aufgehoben. Den werde ich nachher ganz allein mit mir genießen. *schleck*

Nur das mit den Fotos hab ich nicht hingekriegt. Ich brauche erst eine Einweisung von Esther in meine Kamera. Denn Licht gibt es hier im Moment nicht. Hier ist es seit Ewigkeiten GRAU!

Beim nächsten Mal... Dann versuch ich das. Bildergucken ist schöner als lesen. Ich weiß... ;-)





Das bißchen Haushalt...

Also mal ehrlich - Undank ist der Welten Lohn!

Heute morgen hatte der Herr, der hier mit mir lebt, kein weißes langärmliges Hemd im Schrank. Als ich ihn kennenlernte vor einiger Zeit (fühlt sich zumindest noch so an...), trug er nur Tshirts. Hemden waren gaaaaaanz weit weg. Herrlich, dachte ich mir. Bis ich merkte, dass Shirts auch nicht so lustig zu bügeln sind. Aber das ist was anderes...

Auf jeden Fall piekte mich das ungebügelte Hemd, was meinem lieben Mann natürlich auch nicht entging und es desbalb breitgrinsend kommentierte... Also echt!!!!

In Sekundenschnelle ließ ich die letzten Jahre mal Revue passieren. Und da fiel mir auf, dass dieser Mann überhaupt mal ignorant ist. Denn... Es gab hier Zeiten, da war es schwierig, die Tür zum Wäschekeller aufzuschieben. Ich habe in 5 Jahren 3 Kinder geboren und das wäre eine herrliche Ausrede. Aber *räusper* ich hatte einfach keine Lust! So!
Und jetzt liegt nicht ein schmutziges Wäschestück mehr dort. Alles ist gewaschen, verräumt oder hängt noch auf der Leine.

Anm.d.Red.: Man spart sehr viel Geld für Kleidung! ;)

Aber DAS interessiert hier ja nicht. HIER wird nur gemeckert, dass die 3 in Besitz befindlichen, langärmligen Hemden nicht gebügelt sind. Kann ich ahnen, dass der, der im Winter nur kurzärmlig bekleidet durch die Welt lief, bei -10° überlegte die Heizung ein wenig anzustellen... dass dieser Mensch seit ein paar TAGEN!!! nur noch langämlig aus dem Haus stolzieren muss?!
Natürlich habe ich in Windeseile besagtes Hemd gebügelt - und was zieht er an???? Genau! Das älteste KURZärmlige Hemd. *grrrrrrrrrrrrr*

Nun ringe ich mit mir: Bügel ich heute oder lass ich ihn schmoren aufgrund dieser Frechheiten? Es ist nunmal so, dass ich mir das Bügeln ca. 1 Woche lang vornehmen muss, bevor ich es tue. Eigentlich muss das Haus vorher komplett sauber sein. Erst dann kann ich mir das Bügeln gönnen. Aber das ist eben selten der Fall. Irgendwas kommt doch immer dazwischen, oder?

Ich mache gern aus diesem Alltäglichen ein Event. Das sind meine Highlights! Dann MUSS ich 'Vater der Braut' sehen und es darf niemand zuhause sein. Anders geht das nunmal nicht. Kann ich ja auch nix dafür!
Allerdings stelle ich fest... ab und zu passiert mir das... dass ich feststelle, so ganz in Ruhe also ohne Fernseher etc. pp. ist Bügeln auch schön. Und wenn der Bügelkorb nicht überrandvoll ist, funktioniert das auch.
Es ist ein Kreuz mit diesen Gewohnheiten. Immer wenn ich mich an sie gewöhnt haben, fangen sie an, sich zu verändern.

Also muss ich mal abwarten, wie sich das heute mit dem Bügeln so verhält...

Auf jeden Fall wird morgen getragen, was im Schrank hängt! So!

Mittwoch, 6. Februar 2013

Ökologischer Fussabdruck

Irgendwie erscheint mir die ganze Geschichte verdreht...

Mein Sohn hat in der Schule gerade das Thema 'ökologischer Fussabdruck'. Es werden Diskussionen geführt, der eigene berechnet, Filme gezeigt - und irgendwie fühlt es sich an, als haben die Kinder Interesse und sind mit Eifer dabei.
Das ganze beigebracht von einem Lehrer unserer Generation!

Bei dem ökologischen Fussabdruck geht es u.a. auch darum, wieviel Fleisch wir verzehren, Lebensmittel verbrauchen usw.

Heute lese ich davon, dass im Nachbarort ein Rewe Markt gebaut werden soll - mit 800 qm. Nicht, dass wir hier einen Lidl-, einen Netto-, einen Aldi und einen relativ großen edekaMarkt haben (für 5000 Einwohner!). Nun soll der edeka erweitert und 10 km weiter ein ReweMarkt gebaut werden... Die bebaute Fläche mal außenvor. Aber alle die Märkte müssen mit produzierter!!! Ware bestückt werden. Abgelaufenes wird weggeworfen.

Was soll das????? Wieviel können und wollen wir kaufen und bevorraten? Braucht jeder seinen Kaufladen in den eigenen vier Wänden?
Stellen wir uns mal ein wenig neben uns und beobachten uns. Haben wir Angst zu verhungern?

Also ich finde diese Entwicklung wirklich mehr als bedenklich. Und am meisten ärgert mich, dass wir unseren Kindern ein so unglaubwürdiges Beispiel vorleben. Sie sollen uns folgen? Bitte nicht!

Dienstag, 5. Februar 2013

Uhrentick...


Geschmack verändert sich ja. Also bei mir zumindest. Und grad bin ich eher gradlinig. Da paßten die französischen Vintageuhren einfach nicht mehr. Ich habe sie immer mal umgehängt. Aber letztlich fanden sie doch den Weg in den Müll. Ich war damit echt sehr zufrieden. Weniger mein Mann, der mit 1000000 Uhren auf 100 qm aufgewachsen ist. Jeden Morgen jammerte er, dass er NIIIIIE wisse, wie spät es eigentlich sei. Mir ist das nur recht, wenn ich nicht sekündlich daran erinnert werde, wie vergänglich alles ist. Also echt!... Ich möchte meinen Blick auch ohne Erinnerung an die letzte Sekunde durch den Raum schweifen lassen.

Naja, zumindest hatten wir ein morgendliches Ritual. 'Man, ich weiß nie wie spät es ist. Mir fehlt eine Uhr!' - 'Dann find eine, die mir gefällt.' ...

Und dann war der Mann zur Firmenweihnachtsfeier eingeladen. (Dass er pünktlich den Flieger erreicht hat... Ein Wunder! *lach* Na gut, wir waren zwei Stunden zu früh am Flughafen.) Zurück kam er mit einem Karton, worin ich ein Besteckset wähnte. Ich gebe es zu, ich war ein wenig enttäuscht. Als wir endlich zuhause waren, MUSSTE er den Karton sofort aufreissen. Hallo?! Ich bin nicht neugierig. Nur informationsdurstig. Jedenfalls bei Verpacktem.

Statt eines 24teiligen Bestecks kam diese Uhr zum Vorschein. Naja, die durfte er behalten. *grins*
Wir haben uns nun so am Esstisch geordnet, dass mein Liebster IMMER auf die Uhr schauen kann. Er ist selig. Und ich schau drauf und erfreu mich am Design ohne auch nur im Entferntesten eine Uhrzeit wahrzunehmen.

Ein gelungenes Geschenk!




Montag, 4. Februar 2013

2013



... und überhaupt mal!

Wieso wachsen Kinder von einem Jahr ins nächste soooo dermaßen??? Alle drei! Über Nacht. 2012 waren sie noch klein und 2013 sind sie groß. Glaubt Ihr nicht? Stimmt aber!

Malte war Weihnachten so groß wie ich und am 1. Januar so groß wie sein Vater ( gut, so viel größer ist das nicht, aber immerhin!). Und kaum hat das neue Jahr begonnen, ist Tjelve so lang wie ich. Dem haben wir im Dezember einen Kurzhaarschnitt verpaßt - und schwupps! sprießen die Pickel, er kann in allen Oktaven lachen und sprechen und wächst und wächst. Sogar mein Baby trägt HOSEN!!!! und pinkfarbene Shirts zu meinen Schals, tanzt Hiphop und ist voll cool.

Hallo????? DAS ist die Alternative zum Weltuntergang? Na, ich weiß ja nicht...

Als ich neulich bemerkte, dass mir nicht so gut sei, kam von der hinteren Sitzreihe im Auto: 'Ach Mama, vielleicht bist Du einfach nur alt...'


Welcome 2013! Wie lange bleibst Du noch?



Wo ich war...

Ich war im Wald.
Besser gesagt, ich hab den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr gesehen.

So wenig Wille, so wenig fokussiert.

Der Weg ist das Ziel? Vielleicht. Ich werde sehen, nein, ich sehe. Kein Ziel aber viel Weg. Ziellos bin ich dennoch nicht. Das Spotlight ist eben noch ein Irrlicht. Dem werde ich folgen. Immer zielstrebiger, immer schneller. Weniger Ablenkung. Mehr Konzentration. Auf mich.
Loslassen von alten Gedanken, die so wenig zu mir gehören, wie das Gefieder zum Frosch.

So viele Kleider habe ich mir angezogen, so dass ich heute gar nicht mehr weiß, welche meine eigenen sind. Grenzen sind zu ziehen.
Aber schon das Schreiben der Worte erscheint mir lächerlich. Grenzen... Wollten wir nicht zusammenwachsen? Wollten wir nicht eins werden miteinander? Wieso also Grenzen.

Antworten habe ich keine. Nur das Bedürfnis nach Zwischenraum. Der Traum vom Einsgetrenntsein.

Und so folge ich - schlicht und ergriffen.

Wohin das Irrlicht mich führt.




Zunächst einmal hier wieder vorbei. ;-)
Und das fühlt sich gut an!


Sonntag, 3. Februar 2013

Leere, gähnende Leere - fast scheint ein Vakuum vorzuherrschen. Ein Vakuum, das gefüllt wurde mit Phrasen, Regeln, Vorschriften und mit tausend 'Dasmachtmanabersos'. Aber da war doch mal was. Wohin sind Phantasie, Traum und Wünsche entschwunden? Ins große Nichts? Und haben sie jeglichen Anflug von Liebe mitgenommen? Mitgefühl mit in den großen Sack gesteckt?

Es offenbart sich diese Szenerie. Im großen 'Allesrichtigmachen' geht das Interesse am anderen verloren und großes Gejammer bleibt auf offener Straße stehen, das aber merkwürdigerweise niemand überfahren will. Der Jammer bläht sich auf - wie ein riesiger, zerstörender Airbag, der bei zarten Insassen ausgeschaltet werden muss, da sich diese sonst tödlich verletzen können. Wußten die das denn nicht?

Also, Ihr Armse(e)ligen, macht Euch auf die Suche nach Eurer Phantasie, nach Eurem Herzen. Sonst kommt doch noch mal ein Unaufmerksamer um die Ecke gefahren.

Die Alleinherrschaft des Verstandes und seinen Reglements ist eine Diktatur. Und zeitgeschichtlich ist eine Diktatur nur unter großer Kraftanstrengung aufrecht zu erhalten. Und der einzelne leidet unter der Strenge und Härte. Der, der sich ein Herz nimmt, muss unter allen Umständen weggeschlossen und unterjocht werden.

Aber - Ihr schwächlichen Kopftatoren - Ihr werdet verlieren den Kampf gegen das Herz! Ihr braucht es nämlich! Denn die Batterien der Herzschrittmacher werden irgendwann aufgebraucht sein. Die dann auch noch zusätzliche Vergiftung verursachen.

Also gebt den Kampf auf, holt mal Euer Herz aus dem Sack. Laßt es mal frei, interessiert Euch mal WIRKLICH und warmherzig. Hört auf, Tränen der Rührung zu weinen, sondern seid mutig und laßt die Phantasie mit ins Lichtermeer, steckt Eure Träume ganz oben an den Baum. Und dann seid still - hört auf zu plappern und zu klappern, zu jammern und zu motzen. Seid einfach still und hört Eurem Herzen zu. Nehmt Euch zusammen und lauscht...

Dann dürft Ihr weinen - über alles, was Ihr versäumt und verpaßt habt, weil Ihr arrogant und ignorant nur auf Euren Kopf gehört habt. Und die, die mit dem Herzen sehen, verlacht und gedemütigt habt. Verzeiht Euch Eure Schuld!

Und dann werde ich auch wieder mit Euch feiern. Vorher nicht! Vorher sperre ich mich selber weg... Das ist besser für mein Herz!

Vergebung

Ist sie die letzte Instanz? Immer?

Sollte sie es nicht sein können bzw. dürfen?

Ich sehe keinen anderen Ausweg als Vergebung. Denn dahinter steht die bedingungslose Liebe, die strahlend, wärmend alles umfaßt und alles auflöst, was vor ihr war.
Aber der Weg dahin - muss er nicht zwingend beschritten werden? Wie kann ich das Netz aller Interaktionen, wie kann ich Ursache und Wirkung in letzter Konsequenz anders akzeptieren?

'Ich habe Euch immer nur Engel geschickt!' (aus 'Ich bin das Licht' N.D. Walsch)

Ich hadere mit mir, lebe als Mensch und müßte Täter doch verurteilen können. Stattdessen geht mir das Herz auf. Und ich wünsche mir nichts sehnlicher als dass Vergebung erlöst. Andererseits fühle ich mich einsam damit. Denn ich spüre die Wand von Fassungslosigkeit über meine Worte. Und ich weiß, dass sie ihre Berechtigung hat. Ich habe mich viel zu lang als Opfer gelebt, habe alles Verständnis für die Täter gehabt. Mich hinter der Wand versteckt, der Wand der Urteilslosigkeit. Ist Urteil auch eine Befreiung? Befreiung aus der Fassunglosigkeit über Taten, die so unendlich grausam, egoitisch, zerstörerisch sind, dass sie auf die nächsten Generationen übergreifen.

Aber wenn ich sie nicht loslasse, wann werden sie enden?

Ist Vergebung die Akzeptanz oder der Weg in die Lösung? Ich drehe mich im Kreis.

Das Kreuz wird lahm von all der Schuld und Muster, die ich übernommen habe, damit Liebe irgendwie doch möglich war. Und Liebe ist es, die mich immer noch festhält an all dem, was doch gar nicht zu mir gehört. Darf ich demjenigen nicht vergeben dürfen, der mir sovieles nahm - nicht direkt aber er tat mir so oft weh, immer dann wenn Weiblichkeit nicht sein durfte, wenn Auffallen Gefahr bedeutete, wenn Körperlichkeit auf jeden Fall unterdrückt werden mußte. Darf nur das Opfer Vergebung aussprechen? Nicht ich, die ihr so nah war, die unwissend mitlitt unter der Tat? Darf ich nicht vergeben für das, was damals seinen Anfang nahm? Ich würde so gern das Kreuz auf mich nehmen, alles ungeschehen machen. Ich möchte den Täter schützen, dass er diese Tat nicht ausführen kann, möchte alles tun, damit er abläßt von seinen Gedanken. Denn ich möchte die Mutter, die sie hätte sein können ohne diese schrecklichen Minuten und all der Verstrickungen, die sich daraus ergaben. Damit wäre doch auch mein Leben wieder heil. Es soll aufhören! Wenn es auch geschehen mußte, so soll es hier enden. Für mich und für die, die mir vertrauen, die mich nötig haben. Ich möchte Vergebung, weil ich die Liebe brauche!

Aber wäre das wirkliche Vergebung?

Ich glaube... nein, ich weiß: Ich kann es nicht vergeben. Es gibt nichts zu vergeben. Es kann nur aufhören! Ich kann mich nur aus dem lösen. Einen anderen Weg kann es nicht geben. Das ist eben meine Herausforderung. Den Täter vor die Tür zu stellen und sich selbst überlassen.

Und dann mein Leben selbst in die Hand zu nehmen, weiterzugehen, in die Zukunft, die mir MEIN Herz weist...

Ich danke all den mutigen Frauen (und auch Männern!), die den Mut haben, Dinge beim Namen zu nennen, die den Kreis aus Missbrauch, Schmerz und unfassbaren Leid durchbrechen, die Täter als Täter identifizieren. Ich verbeuge mich vor denen, die aussprechen und vor denen, die zuhören, die halten, wortlos lieben, die Geduld haben. Die Klarheit erlangt haben - und mich zum Zweifeln und Fragen geführt haben.

So kann ich nun mir selbst vergeben, dass ich Dinge versucht habe, abzunehmen, die mir nicht gehören. Ich kann mir nur von Herzen wünschen, dass ich damit ein Ende setzen kann - für mich und für meine Kinder.

Vielleicht kann ich damit viel mehr erreichen als wenn ich versuche zu schützen, wo ich nicht schützen konnte.



Spotlight


... und alsdann erschien er vor mir. Ich fragte ihn, was ich tun solle und er deutete mich zu folgen. Da ich mich bei ihm sicher wußte, folgte ich ihm. Zunächst zögernd, aber voller Vertrauen. Es war, als folgte ich mir selbst. Dieses Vertrauen war mir fremd geworden. Umso mehr genoß ich es, wie ich im Nachhinein feststellte. Denn währenddessen war es ruhig in meinem Kopf - keine Erwartungen, keine Fragen, keine Ahnung... In meinem Kopf war es ruhig geworden. Der Versuch, eine Definition für 'Wille' zu finden, war in Vergessenheit geraten.
Und so lief ich zwischen hochgewachsenen Bäumen hindurch. Der Weg wurde steiniger, dann felsiger. Irgendwann - unbemerkt - waren wir in einer Felsenhöhle angelangt.
Nch einer Weile entdeckte ich in der Felsenwand ein Spotlight. Ein zielgerichtetes Licht auf ein Nest. Ich stand plötzlich davor, war entzückt von der kleinen Mausefamilie die sich von der Wärme der Lampe beschienen ließ und sich selbst genug war. Sie bemerkten uns nicht.
Er deutete mich, mich dazuzulegen, was ich ohne zu Zögern tat. Ich rollte mich auf der Seite zusammen und schaute diesen kleinen Lebenwesen verliebt zu. Ich wollte kein Teil diser Einheit sein. Das wußte ich. Aber was ich dort verstehen sollte, war mir nicht klar. So blieb ich liegen und schaute.
Er verließ mich unbemerkt.

Und plötzlich verstand ich tief in mir - Wille ist Fokussierung! Das Spotlight in den Wirrungen des Lebens.

Ich erwachte in großer Dankbarkeit. Und ich halte Ausschau nach den großen und kleinen Lichtern in meinem Leben. In Dankbarkeit und in ruhigem Vertrauen...