Samstag, 31. Januar 2009

Auch so etwas

... geschieht in unserer Küche... ;-)


Freitag, 30. Januar 2009

Spaziergang

Grad komme ich zurück aus der Natur. Ich habe mir meinen Hund geschnappt und den Fotoapparat - dann ging's los.
Durchgepustet, fröhlich und mit schönen Impressionen einer kalten, kahlen und wunderschönen Landschaft bin ich wieder daheim...












... und trinke einen schönen heißen Tee!

Abschied


Eben kullerten noch einmal die Tränen über den Verlust der Lehrerin...

Und plötzlich standen sie alle hier im Raum, all die Lieben, von denen es schon galt sich zu verabschieden. Und all die Verzweiflung, die Wut, die Trauer und die Zerstörung gesellten sich dazu. Das fassungslose Fragen nach dem Sinn eines Treffens, das die Schwester Abschied immer im Schlepptau hat.

Ich finde und finde keine Antwort. Und ich stelle diese sinnlose Frage immer und immer wieder - ohne Hoffnung auf eine befriedigende Antwort. Das, was ich liebgewonnen habe, möchte ich nie mehr hergeben. Die Zeit soll stillstehen! Es soll so bleiben - obwohl ich weiß, dass es so nicht funktioniert, dass das Leben in sich Veränderung ist, dass täglich meine Zellen sterben und sich erneuern. Ja, ich weiß, dass es den ewigen Kreislauf gibt. Und ja, ich liebe den Wechsel der Jahreszeiten. Mein Verstand weiß das alles. Aber mein Herz tut sich schwer damit. Meine kleine Welt soll bestehen bleiben - in diesem ewigen Kreislauf, im Wechsel der Jahreszeiten.

Wenn der Schmerz schon sein muss, dann soll ihm die allergrößte Freude folgen. Darauf warte ich noch.
Plötzlich steht in der Tür schemenhaft erkennbar die Hoffnung. Oh, und bei genauerem Hinschauen folgt ihr auch die Liebe. Sie stehen noch schüchtern an den Rahmen gedrückt. Ich bitte sie hinein - und stelle sie all meinen verstorbenen, verlassenen Lieben vor. Mit schweren Herzen beobachte ich das Schauspiel, die gegenseitige Akzeptanz, die Umarmungen, die Freude, ihr Lachen und die Segnungen, das Verzeihen und das Gehenlassen. Ich sitze immer noch zusammengekauert da - und kann es nicht. Alle gehen fröhlich ihren Weg. Bis nur noch die Hoffnung und die Liebe bleiben. Sie bitten mich, mich zu erheben. Sie sehen meinen Schmerz und bleiben solange um mich, bis die Wunden verheilt sind.

Ich hoffe, dass ich es irgendwann verstehen werde. Dass mein Herz verstehen lernt, dass jedes Ende auch immer der Anfang von etwas Neuem ist. Es tut sich schwer damit, aber die Hoffnung ist noch bei mir...

In Gedenken an all jene, von denen mir der Abschied so unendlich schwer fiel!

Donnerstag, 29. Januar 2009

Valentin


Bitte schaut Euch diese wunderschönen Herzen bei Anita an (link gleich links)!
Sie sind so bezaubernd - und nicht nur schön am Valentinstag!

Viel Glück für jeden!

Wißt Ihr was...

... eigentlich könnte ich hier jeden Tag mindestens zwanzig posts schreiben. Mir fällt immer sooo viel ein. Gut, zugegeben, oft auch einfach nur Blödsinn... ;-)
Ein Satz, der mir durch den Kopf schießt - den ich zum stundenlang drüberschreiben gern festhalten würde. Aber da ich ja ein sehr selbstkontrollierter Mensch bin *ggg*, lasse ich das natürlich. Lust hätt ich trotzdem...

Das wollt ich nur mal schreiben... Ging mir grad so durch den Kopf... ;-)

Lehrerwechsel



Charlotte ist heute mit hängendem Kopf, mit ca. 20 selbstgemalten Bildern, mit einer 'Missyou'Karte und Ferrero Rocher zur Schule gegangen. Mir blutet das Herz!
Sie ist so schrecklich traurig, weil ihre Lieblingslehrerin an eine andere Schule versetzt wird.
Meine Tochter geht in die erste Klasse, das erste Halbjahr ist vorbei - und sie hat jetzt den vierten Lehrerwechsel. Es ist ja gut und schön, dass es sogenannte Feuerwehrlehrer gibt. Aber für die Kinder ist es wirklich eine Zumutung finde ich. Es muss nicht sein, dass die Kinder eine Lehrerin vier Jahre von ein und derselben Lehrerin begleitet werden müssen. Aber zumindest für ein Jahr sollte die Lehrersituation konstant bleiben. Weitestgehend!
Ich gebe zu, dass es auch schon schnelle Lehrerwechsel gab, die ich sehr begrüßt habe ;-) - aber trotzdem! Mein Kind leidet... Das kann doch niemand mit ansehen. Seit sie weiß, dass die Lehrerin geht, tuscht und malt sie nur für sie. Sie hat ihr gestern sogar eine Karte geschrieben, also ich habe sie vorgeschrieben und sie hat sie abgeschrieben. Es sind aber ihre Worte gewesen. Darauf kleben Ferrero Rocher. Dass sie die hergibt. 'Schluck'...

Naja, vielleicht bekommt sie ja nächste Woche eine noch viiiiel liebere Lehrerin... ;-)Ich wünsche es ihr.

Mittwoch, 28. Januar 2009

Unser Leben

... spielt sich hauptsächlich in der Küche ab. Hier wird gewartet...




geträumt...



gekuschelt...



gekabbelt...



und fotografiert. ;-)

Dienstag, 27. Januar 2009

VERLOSUNG



Nein, (noch) nicht bei mir - diesmal möchte Katja uns eine große Freude machen mit lauter schönen Sachen. Schaut bei ihr vorbei - eínfach den link rechts anklicken...

Viel Glück wünsche ich uns allen!

Nur für Katzenfreunde....




Ihr wißt MEINE Luzi...
die frißt nicht nur Fische - sie trinkt auch gern Kakao zum zweiten Frühstück... ;-)

Neue Wege



Gestern habe ich einer Person 'Lebewohl' gesagt, die mich ein großes Stück begleitet war. Die untrennbar ist eigentlich von den Irrungen der letzten Jahre.
Aber immer wieder drehte sich das Hamsterrad - immer wieder katapultierten mich kleine Äußerungen wieder in die Schrecken eines Sommers. Die Wunden konnten nicht heilen. Ich habe alles verziehen - aber das Vergessen trat nicht ein. Als dürfte es nicht ruhen. Es waren kleine Bemerkungen, unüberlegte Worte und Sodahingesagtes.
Ich möchte aber, dass die Wunde sich schließt. Viva la Vida!!! Das ist es, was ich will. Und dazu muß der Sommer verheilen, muß die Erinnerung einfach Erinnerung sein. Ohne den stechenden Schmerz. Und dazu mußte ich einen Schritt tun. Ich habe mich für's Lebewohlsagen entschieden. Ob es die richtige Richtung ist - ich weiß es nicht. Aber ich mußte gehen - irgendwohin. Und ich habe diesen Weg gewählt.
Trotz allem bin ich traurig, weil es ein Stück Vertrautes ist, das fehlt. Aber ich schaue nach vorn - und gehe einfach weiter...

In diesem Sinn grüßt vom Wege aus
Anke

Montag, 26. Januar 2009

Frei!



Aaaaah! Ich muss nur mal schnell in die Welt hinausrufen, wie schön es ist, frei zu sein! :-)

Gestern




... waren wir fleißig. 2007 haben wir von meinem Vater die Renovierung unserer Küche zu Weihnachten bekommen. Ganz gegen unsere Natur haben wir auch Anfang Januar angefangen. Zu der Wandfarbe hatte mein Vater nur folgende Worte: 'Naja, hat auch einen Vorteil - da fallen die Fliegen gleich tot von der Wand.' ;-)
Aber ich liebe meine pinkfarbene Küche! Und ich liebe meinen Kronleuchter, der für alle zum Schmunzeln war und meinen Mann (fast) in den Wahnsinn trieb. Wir haben wirklich 7 Stunden bebraucht bis er hing! Aber ich freue mich immer noch jeden Tag darüber - so war's die Mühe schon wert.
Leider hat mein Vater sein Geschenk nicht mehr ganz fertig erlebt. Er starb heute vor einem Jahr im Urlaub in Andalusien.
So ist diese Küche sein letztes Geschenk und untrennbar mit ihm verbunden. Wir haben sie auch nicht ganz vollendet. Irgendwie 'ging' es nicht.
Aber vor zwei Wochen hat mein Mann endlich die Sockelleisten angebracht. Und nun gestern haben wir noch ein kleines Regal aufgehängt, zusätzlich zu der wunderschönen und perfekt passenden Hakenleiste von Sille. Schon vor Monaten habe ich Kissenhüllen genäht - die liegen jetzt auch auf den Bänken. Und ich habe noch zwei zusätzliche Steckdosen in Herdnähe - sehr schön!
Ja, und ich denke, JETZT ist sie wirklich fertig.
Danke Papa!





Sonntag, 25. Januar 2009

Mein Gewinn



Liebe Sille,

ein gaaaanz großes Dankeschön für die Verlosung, die mein Gewinn war. Das Regal hat seit heute einen festen Platz in meiner Küche! Ich danke Dir auch für die liebe 'Beigabe' - selbstverständlich haben sich meine Kinder sehr gefreut. ;-)

Zu viele Worte....

Angeregt durch Kerstins Kommentar zu Esthers Lifestyle Post habe ich beschlossen heute doch mal ein paar Worte loszuwerden.

Worte haben Macht, sie sind unser Werkzeug, unser Miteinander zu gestalten. Allerdings ist das auch eine große Illusion. Denn das, was uns wirklich bewegt, ist das Zwischendenworten, das, was ungesagt bleibt. Ich bin immer bemüht, auch das Ungesagte in Worte zu fassen, um mich bestmöglich zu (er)klären. Aber wie Kerstin sagt: Qualität statt Quantität! Zwischen all den vielen Worten habe ich mich oft verloren und bin verwirrt und erschöpft am Ende zusammengebrochen, kraftlos und völlig missverstanden.
Es ist ein guter Vorsatz, liebe Kerstin! Ich werde nicht mehr so viele Worte machen. Oft sind Stichworte ausreichend. Schließlich hat jeder andere Worte für ein und dieselbe Sache. Wobei mir das Wort 'Muttersprache' einfällt. Es bedeutet ganz genau, dass wir die Sprache unserer Mutter sprechen. Aber es ist gut, wenn wir unseren eigenen Ausdruck finden, die Worte mal hin- und herbewegen. Dann kommen wir vielleicht drauf, dass 'gleichgültig' zum Beispiel ein wunderbares Wort ist, das eine wunderbare Aussage hat. Nämlich, dass allen Dingen die gleiche Gültigkeit inne liegt. Es ist großartig 'gleichgültig' zu sein, nichts be- oder verurteilen zu müssen, um uns selbst in der nächsten Situation schon wieder ad absurdum zu führen.
Es ist die Sprache unserer Vorfahren, die uns die Emotionen zu einem Wort mitgeben. Ich möchte aber den Schatz am Meeresgrund finden, möchte den Dingen und den Worten auf den Grund gehen, damit ich ihre Qualität entdecken kann. Um diese nicht an die Quantität zu verlieren.

Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Sonntag,
Anke, die heute mal versucht, mit wenigen Worten auszukommen

Freitag, 23. Januar 2009

Vertieft

Heute kam die neue National Geographics ins Haus geschneit (im wahrsten Sinne des Wortes). Später stieß Tjelve dazu. Und so sieht das dann aus...




Alle Tassen im Schrank....



Eben öffne ich meinen Küchenschrank - und kriege einen Schreck! Man, ich hatte grad alle 'häßlichen' Tassen aussortiert. Nur farblich passende sollten ab sofort den Weg in diesen Schrank finden. Und was entdecke ich hier???? Lauter Plunder. Mein Mann bringt immer alles mit nach Hause - Werbegeschenke, diese blöden Becher der amerikanischen FastFoodKette mit dem leuchtenden Buchstaben... Ich will die hier nicht haben! Also ehrlich. Ich finde manche 'Arbeiten' wirklich sehr sinnlos im Haushalt. Vorneweg das Einkaufen: aus dem Regal nehmen, in den Einkaufswagen legen, an der Kasse aufs Band wuchten, schnell nach hinten laufen, um alles wieder einzusammeln (in manchen Geschäften muss das durchaus schnell gehen!!!), dann den ganzen Plunder im Auto verstauen, aus dem Auto ins Haus tragen, in Kühlschrank oder Vorratsschrank räumen - um dann in drei Tagen wieder loszufahren... Ohne Worte! Genauso ergeht es mir mit der Wäsche - tausend Wege, bügeln, weglegen - nach fünf Minuten - oh Schreck ein Fleck. Also das Ganze wieder von vorn. Oder - wie meine Kinder es auch liebend gern tun - Wäsche aus dem Schrank reißen (bevorzugt von unten!), für doch nicht passend oder tauglich einzustufen - und ab in den Wäschekorb damit! Aaaaaahhhh...
Soll mir das helfen, den Sinn des Lebens zu finden? Hm, den such ich lieber woanders. Und werde aufhören zu denken, wenn ich diese Dinge erledige. Ich werde einfach an die glücklichen Gesichter meiner Lieben denken, wenn sie heim kommen, hocherfreut mich zu sehen (siehe Charlotte). Wenn sie sich an den gedeckten Tisch setzen, sich für die Mühen, die ich beim Kochen (und vorherigen Einkaufen grrrr) hatte, bedanken, um mir dann mitzuteilen, dass sie das Essen ekelig finden.
Ja, so werde ich es machen! Ich werde einfach nicht mehr denken...

Das Glück ist ja sowieso mit die Dummen - sagt man doch, oder? ;-)

Donnerstag, 22. Januar 2009

Sommer



Mir ist soooo kalt! Also habe ich mir schon mal ein bißchen Sommer ins Haus geholt -bzw. ein bißchen Deko für den Sommer.

Ich such schnell die Katze... Ihr wißt ja... LUUZZIIIII....

Es gibt so Tage....


... die man doch wohl wirklich aus dem Kalender wieder streichen kann, oder?! Ich glaube, so wurde der Abreißkalender erfunden... ;-)

Für mich war gestern so ein Tag. Es hat wirklich nix geklappt. Ich konnte nicht mal gute Laune entwickeln, fühlte mich jämmerlich, war wütend und ganz schön nervig.
Seit ein paar Wochen quält mich ein großer Appetit auf Sushi. Und gestern sollte er endlich befriedigt werden. Jaaaa, mein Liebster und ich und ein Abend voller Genuß! Ich wollte, damit nichts schiefgeht, an diesem nicht grad hellerleuchtetem Tag lieber Plätze reservieren. Man weiß ja nie... Leider war telefonisch niemand erreichbar. Auf die website fand ich nicht. Panisch habe ich meine Freundin und beste Sushipartnerin angerufen, ob der Laden dicht gemacht hätte. Schrecken machte sich breit... Sie wußte auch nichts. Nun gut, dachte ich, lass ich es auf mich zukommen.
Naja, ich hätte es ahnen können - wir fanden direkt vor der Tür einen Parkplatz... Im Auto hatte ich mich bei meinem Mann über mein sinnloses Leben und alle Widersprüche ausgeheult. Nach Tagen des Nichtzuwortkommens durfte ich das ungestört tun - er hörte zu und baute mich wieder auf. So war ich wieder gut gelaunt, als wir aus dem Auto stiegen, direkt vor der Sushibar. Mein Mann nahm seine Jacke hinten aus dem Kofferraum und schlug die Heckklappe zu. Striff sich über die Hosentaschen - und guckte so komisch. Er hatte das Auto abgeschlossen - und... Jaha, dere Schlüssel lag noch im Auto! Der Ersatzschlüssel ist an meinem Schlüsselbund. Das hatt ich ausnahmsweise zuhause liegen lassen. Natürlich!
Was also tun... Er hat unsere Freundin angerufen, die auf die Kindern aufgepaßt hat. Sie ist dann auch sofort losgefahren, hat ihren Vater zu den Kindern gesetzt und wollte den Schlüssel bringen. Es war kalt und ich fror und wollte gerade die Höhle der Fischröllchen stürmen, als etwas kaltes gegen meine Stirn stieß. GESCHLOSSEN! ... wegen Urlaub! Hallo???! Im Januar?
Wir sind dann beim Chinesen schräg gegenüber eingekehrt und haben es uns dort gutgehen lassen. Mittlerweile war der Schlüssel auch eingetroffen und satt. Und belustigt über uns selbst, sind wir noch einen 'Virgin Island' trinken gegangen.
Müde und glücklich, nach einem Tag, der so hohe Höhen und tiefe Tiefen hatte, habe ich tief und fest bis zum Weckerklingeln geschlafen...

Auf ein Neues! ;-)


PS: Auf Esthers Wunsch hin hier noch der Nachtrag: Während meine liebe K. uns den Schlüssel brachte, hat ihr Vater ihr die Chips aufgegessen. Also auch für sie war es kein so entspannter Abend auf unserem Sofa. ;-)

Mittwoch, 21. Januar 2009

Alive or not alive....


Neben unseren drei durchaus bezaubernden Kindern leben hier noch unser Hund Flash, unser Kater Felix und meine Katze Luzi. Also MEINE Katze weil mein Mann immer betont, dass ER diese Katze nicht haben wollte... ;-)
Mein Mann hat dafür viele Fische - schwarze, gestreifte, bunte und gefleckte. Besser kann ich sie nicht beschreiben, denn - wie gesagt - es sind ja SEINE Fische. Vor einiger Zeit hatten wir eine Plage von schwarzen Fischen. Es wurden täglich mehr...
Und widerum seit weniger Zeit nimmt die Zahl an Fischen deutlich wieder ab. Tote Fische im Aquarium haben wir aber nie gefunden. Es blieb einfach ein Phänomen, das nicht weiter diskutiert wurde. Vielleicht die Garnele, oder... Egal!
Ich habe mich sowieso nicht weiter um das bunte Treiben in diesem erleuchteten Wasserbecken gekümmert. Das ist seine Sache... - dachte und hoffte ich. Bis...
Ja, bis ich gestern abend wohl den Grund für diese natürlich Auslese fand. MEINE Katze sass auf SEINEM Aquarium und labte sich. Wir hörten es nur stetig leise Plätschern. Mein Mann war sich sicher, dass da nichts passieren kann. Mir wurde es aber nach einiger Zeit merkwürdig. Ich stand auf und nahm die Katze von ihrem Sitzplatz. Sie leckte sich das Schnäuzchen - und sie hatte eine nasse Pfote... Also, wenn ihr mich fragt... ;-)
Da wußte ich sehr sicher: ICH werde niemals eine Fischebecken haben. Ich habe lieber Katzen. Die sind stärker!
Ihr müßt wissen, dass es da schon mal einen ähnlichen Vorfall gab. Der liegt etliche Jahre zurück. Als ich noch mit meinem Bruder zusammenlebte. Er hatte nämlich auch erst viele dann nur noch wenige Fische. Und er fuhr übers Wochenende zu seinem Vater. Nichtsahnend überließ er die Fische meiner Obhut. Ich nahm meine Aufgabe sehr ernst und bemühte mich, Interesse für Fische, die immer hin und her schwammen, zu entwickeln - und stellte mich blöd glotzend vor diesen grünlich schimmernden Kasten. Nach einiger bemerkte ich, dass dieses Hin- und Herschwimmen etwas hektisch war. Und mit 'geschultem' Blick war mir sofort klar, was da gespielt wurde. Der schwarze (zugegeben wunderschöne) Fisch mit leuchtender Schwanzflosse jagte hinter einem ängstlich blickenden gelben Fisch hinterher. Ah, da mußte ich ja wohl eingreifen. Mein Bruder hatte mir einige Zeit vorher erklärt, dass Fische irgendwie präpariertes Wasser brauchen und nicht in ordinärem Leitungswasser überleben würden. Nun gut, mit einer Schöpfkelle habe ich Wasser aus dem Aquarium in einen Blumenquader gefüllt, liebevoll einen Stein als Versteck hinein drapiert - und fing an den Übeltäter einzufangen. Der war aber zu schnell und zu gewitzt für mich. Mehr Glück hatte ich bei dem Opfer. Ich denke, der kleine gelbe Fisch war Dankbar über diese Rettungsaktion! Und ich war sehr zufrieden über meine heroische Tat. Selbstverliebt und stolz verließ ich den Raum... Bis mir plötzlich MEINE Katze (damals war es Tiffany) einfiel, die doch die ganze Zeit neben.... Aaaaah, schnell ins Zimmer... Und da saß meine noch zufriedenere Tiffany - leckte sich das Schnäuzchen und hatte eine nasse Pfote.

Tja, all mein Tun - es war für die Katz! Im wahrsten Sinne des Wortes.

Dienstag, 20. Januar 2009

Heil werden



Oh ja, manchmal tut es weh - so als ob es Dich zerreißen will! Doch Du kannst auf Dich aufpassen. Du kannst Dich zusammennehmen oder laut schreien. Du hast die Wahl, die Möglichkeit der Entscheidung. Der Schmerz dauert länger als einen Bruchteil einer Sekunde. Dieser Schmerz geht vorbei - und das Verschwinden empfindest Du als Wohltat, siehst danach alles heller, bunter, einfach anders. Du schreitest los zu neuen Taten.
Manchmal jedoch ist der Schmerz kaum spürbar, er ist so kurz und so tief, dass unser Schutzsystem ihn einfach ausblendet, ihn verstößt. Er bleibt nur irgendwo gespeichert in unserem Körper und kann hier sein Unwesen treiben. Und das tut er auch, er spielt Schabernack mit uns, ein Versteckspiel. Vor diesem Schmerz können wir uns nicht schützen, weil wir ihn nicht bemerken. Manche Menschen trifft er mehr als andere. Jeder hat Schwachstellen, jeder an seiner sehr persönlichen Stelle.

Dieses Loch im Schutzfeld kann uns aber ein Wegweiser sein. Er kann uns ans andere Ufer bringen. Der Weg ist vielleicht ein weiter und beschwerlicher. Aber umso größer ist dann die Erleichterung, wenn wir angekommen sind.

Wie finden wir dieses Loch in unserem Schutzmantel? Wie finden wir heraus, wo genau diese Verletzung stattgefunden hat...

Ich bin mir sicher, dass alles, was 'wichtig' für uns ist, sich im Hier und Jetzt zeigt. Wir müssen nicht wühlen und graben, uns auf den Kopf stellen und durchleuchten. Es ist nicht notwendig, jahrelang den Schmerz vergangener Tage immer wieder und wieder zu durchleben. Er ist hier und jetzt! Wir müssen nur achtsam sein, bewußt die Augen offen halten. Dann sehen wir ihn. Er liegt wie ein klarer See vor uns. Die Erkenntnis schmerzt oft. Aber hier haben wir wieder die Wahl - lauf ich weg oder gehe ich hindurch. Wenn ich sicher bin, getragen zu werden, gehütet und bewacht - dann kann ich gehen. Mutig voran! Wie auch immer ich meine Sicherheit nenne, ich kann gehen. Ich schaffe das. Unser Verstand ist unser Instrument, das uns schützt, aber auch begrenzt. Er warnt uns - vor der Gefahr, vor dem Schmerz. Er läßt uns unseren Untergang erahnen, wenn wir nur einen nächsten Schritt tun. Und dann halten wir ein. Weil wir gelernt haben, auf unseren Verstand zu vertrauen. Aber wenn die Angst im Raum ist, läßt er uns keine Wahl. Und die ist wichtig, um über unsere Grenzen hinwegzugehen. Manchmal reicht ein Millimeter. Wenn wir diese Hürde geschafft haben, geht es wie von selbst... Wir müssen nur losgehen.
Unser Schmerz präsentiert sich im Jetzt und Hier. Wenn uns immer wieder ähnliche Dinge passieren, wenn wir immer wieder an 'diesselben' geraten, dann lohnt es sich, mal genauer hinzusehen. Und ich kann wirklich nur ermutigen, das zu tun. Anzunehmen, was da im Raum steht. Nicht bewerten, nicht verurteilen. Einfach nur annehmen. Tief durchatmen, es aushalten - sich befreien. Sozusagen der Angst für einen kurzen Moment die Stirn bieten. Vielleicht fließen Tränen - gut so. Es ist ja auch ein Abschied von Bekanntem, von Vertrautem. Kinder trauern auch um Eltern, die misshandelt haben. Es ist kein Widerspruch. Es ist einfach so.
Und dann können so wundervolle Dinge passieren. Die Richtung ändert sich. Je tiefer der Schmerz sass, umso größer ist die Befreiung, umso erstaunlicher ist das, was dann folgt. Wie dieser Schmerz entstanden ist, ist gar nicht so wichtig. Denn dieses Wissen läßt uns zu oft 'Schuldige' suchen. Dann bleiben wir stehen, gehen nicht mehr weiter.
Alles, was ich schreibe, jeder Gedanke erwächst aus dem tiefen Wissen, dass unser Platz, den wir haben, der allerbeste für uns ist. Aus dieser Überzeugung heraus bin ich losgegangen... Und ich habe noch keinen Schritt bereut. Soviel Schmerz konnte ich in Gewinn umwandeln. Ich mußte mit niemandem 'abrechnen'. Nein, ich habe mir alles zunutze gemacht. ;-)
Sooo sicher war ich mir, dass ich hier am falschen Ort wäre, die falschen Eltern hatte. Heute weiß ich, ich hätte so unendlich vieles niemals entdeckt oder würde es als so großes Geschenk annehmen, wäre alles wie in meiner Vorstellung gewesen. Seit ich genauer hinsehe, habe ich so viele wunderbare Menschen kennengelernt. Und sie veränderten sich. Bei Materialisten und Ängstlichen angefangen, traf ich plötzlich lauter Schöngeister, Menschen, die zu ihren Gefühlen stehen und dennoch stark sind, weil sie sind, wie sie sind. Und so konnte ich sehen - meine Entwicklung lief parallel zu den Veränderungen in meiner äußeren Welt. Und wie großartig erlebe ich das. Wie sehr weiß ich jeden einzeln zu schätzen und zu würdigen!

Es ist wie eine Lotusblüte... In der Mitte finden wir uns. Es ist ein Kraftakt, die einzelnen Blütenblätter auseinanderzubiegen. Aber jedes einzelne Blatt ist Teil dieser Blüte und macht sie zu der einen ganzen besonderen Schönheit. Unser Schmerz kann uns soviel Wunderbares schenken - wenn wir ihn lassen. Es ist unsere Entscheidung. Es ist auch gut, dort stehenzubleiben - an dem vermeindlich sicheren Ort. Aber ich will mehr, ich will wachsen...

Und vor allem möchte ich heil sein. Geborgen in der Grenzenlosigkeit, getragen im Ganzen möchte ich fühlen, ertasten und was ich erahne, möchte ich erleben. Ohne Angst vor Schmerz, Trauer und Wut. Denn das sind Illusionen - letztlich gibt es doch nur die Liebe!

Montag, 19. Januar 2009

Die erste Orchidee



Diese Orchidee stand bei uns im Schlafzimmer und hat sooo lang geblüht. Nach mehr als sechs Monaten waren aber alle Blüten abgefallen. Ich wollte sie dann wegschmeißen. Aber mein Mann hielt mich davon ab und meinte, wir sollten einfach mal warten, sie würde gewiß noch einmal blühen. Natürlich habe ich ihm nicht geglaubt... ;-)

Aber sie hat mich eines besseren belehrt. Seht mal, was ich eben in meiner Fensterbank entdeckte...

Gähn


Tja, so richtig wach ist hier heut niemand. Ich auch nicht. Dabei habe ich mir so viel vorgenommen heute. Aber wahrscheinlich ist das genau der Grund. Vor lauter Vorgenommenem sehe ich das Ende nicht - und leg mich lieber wieder hin...

Schritt für Schritt kommt man weiter, oder wie war das?

Also werde ich jetzt mal starten - irgendwo. Nur anfangen und stetig weitermachen. Mal sehen, wo ich lande... ;-)

Da man ja allerdings auch nichts überstürzen sollte, mach ich.... Nein, ich fange JETZT an!!!!

Bis später - wenn ich fertig bin ...

Samstag, 17. Januar 2009

Mein erster Award!!!


Liebe Claudine,

ich danke Dir für diesen Award!! Er ist wunderschön - ich liebe Rosen! Und wie schön er zu dem Gedicht paßt, das mich heute morgen wirklich geweckt hat. Während des Aufwachens waren diese Worte in meinem Kopf. Dann habe ich sie niedergeschrieben - und verstand plötzlich so vieles...

Deshalb sehe ich diesen Award als Zeichen für mich, auf dem richtigen Weg zu sein. Claudine, Du hast mir nicht nur so wunderschöne Ohrhänger beschert, die mich so schmücken, dass ich mich immer deutlicher sehen kann... Du kamst auch heut als Engel hier vorbei. Vielen Dank!

Und diesen Award möchte ich an zwei weitere Engel weiterreichen - an die liebe Esther, deren Blickwinkel mich stets Großaritges entdecken lassen, die mit mir fliegt, wenn ich abhebe, losgelöst von allem. Und an meinen powererfüllten Anker, die liebe Nani, deren 'ein-und-alles' einfach zauberhaft ist, die mich immer ein kleines Stück erdet und Ikea stets zu einem ganz besonderen Erlebnis macht! Ihr beiden, ich danke Euch von Herzen für Eure Freundschaft!

Das Plappermaul



Es war einmal ein Plappermaul
war niemals stille, niemals faul.
Ihr großer Schlund war stets zu seh'n,
Der Mund, er schien nie zu zu geh'n.

Niemand konnte sie ertragen
niemand konnte einmal fragen
wann sie wieder stille sei
wann sie sie von sich befrei

Das Plappermaul merkte das nicht
stand da mit offenem Gesicht
und sprach mal lauter und mal leise
doch ruhig war sie auf keine weise

Schließlich hörte niemand zu
begab sich an nen Ort der Ruh
Plappermäulchen nahm's persönlich
hielt sich für wen'ger als gewöhnlich

Es litt so große Herzespein
fühlte sich so matt und klein
schwor sich niemals mehr zu sprechen
wollt sich für den Schmerze rächen

Es wurde dick und unzufrieden
trug mit sich das Schild 'Ausgeschieden'
nur manchmal traut es sich zu reden
und wünscht' sich dann sofort nach Schweden

Dort wo sie niemand konnt versteh'n
dorthin wollte sie lieber geh'n
sie fühlte sich als nicht geliebt
unrichtig und wie ausgesiebt

Dabei liebte sie das Spiel mit Worten
mocht Rüschen und auch Spitzenborten
sie war nicht falsch - wie sie stets dacht'
weil sie so oft wurd ausgelacht.

Sie fühlte sich nur mißverstanden
und ihre Lebensgeister schwanden.
Bis sie dann nen Füller fand
er fand den Weg in ihre Hand.

Sie fing sofort zu schreiben an
band Wort für Wort zu nem Roman
war stille nun und auch stets leise
erfreute nun auf diese Weise.

Und sie verstand,
dies sie mit der Welt verband.
Sie hatte ihren Schatz gefunden
und sich mit all'n in Fried verbunden.

So war sie recht, sie wußt es nun
sie mußte es nur einmal tun
sie mußte ihren Weg nur finden
sich dabei nicht an andre binden.

Sie mußte ihn alleine geh'n
und so ihr eigen Wahrheit seh'n.
Die kann sie jetzt erfüllt erleben
und dabei auch noch Freude geben.


A.E.

Donnerstag, 15. Januar 2009

Reiselust



Ich habe solche Lust zu reisen. Dabei igel ich mich seit einiger Zeit in mein Nest, habe keine Sehnsucht raus zu gehen. Und doch...
In meiner Fantasie, ja da war ich schon überall, habe geschnorchelt am Strand von Mauritius, habe mich streicheln lassen von der leichten Brise, habe mich wegtragen lassen von der Leichtigkeit, die ein solcher Urlaub verspricht. Ich habe auch schon in dicker Jacke am Strand der Nordsee gesessen und über alle Mysterien nachgedacht, habe meine Gedanken ziehen lassen, habe ihnen hinterher gesehen - und den Kopf über mich geschüttelt. Solange bis ich die Kälte gespürt habe, das Salz als Kruste auf meinen Lippen lag und ich durchgepustet vom rauhen Wind in mein Domizil schweren Schrittes zu einer Tasse Tee mit Kluntjes gewandert bin. Ach ja, und ich war auch schon in Bayern, habe dort Urlaub auf dem Bauernhof mit lauter braunen Kühen gemacht, bin die vielen Pfade vorbei an viel zu vielen Gekreuzigten geschlendert, habe mich dabei gefragt, wieso wir ein solches Bildnis als Symbol für bedingunglose Liebe aufhängen. Habe mir die mächtigen Bergmassive zum Anlass genommen, über Kraft und Stärke zu sinieren, habe mich an frisch gemolkener Milch gelabt...
All das habe ich in Gedanken schon erlebt. Es wäre also ein Leichtes, erneut den Koffer zu packen, um endlich mal ins Kempinski nach Heiligendamm zu reisen. Dorthin, wo ich einen Traum in den Sand gebuddelt habe.
Aber ich möchte nicht mehr im Geiste reisen, ich möchte körperliche Erfahrungen machen, möchte Sinneseindrücke erleben. Schon als Kind habe ich in meiner Fanasie gelebt - und bin dort 'hängengeblieben'. Dort war ich sicher und geschützt, dort hat mich niemand gestört, mich niemand meiner Träume beraubt. Sie waren mein wohlgehüteter Schatz! Aber so langsam trau ich mich hinaus - in die Welt der Körperlichkeit. Wir sind körperliche Wesen mit wundervollen Sinnen. Es wird Zeit, dass ich mich um dieses Geschenk kümmere! Allerdings weiß ich gar nicht so recht, wie und wo ich das anfangen soll. Ganz langsam gehe ich Schritt für Schritt vor meine Tür. Atme einfach tief durch, wenn mich die Angst beschleicht. Und noch einen Schritt... Einen kleinen zunächst, aber immerhin...
Was für ein Erleben! Schon als Kind mochte ich mich nicht schmutzig machen, mußte alles wohl geordnet sein, bis ich dann im Chaos sass. Und ich danke dem Chaos, dass es zu mir kam. Denn vor lauter gescheitertem Bemühen es zu beseitigen, fand ich meinen Körper. Und damit das Recht hier zu sein - ganz und gar. Mit Geist, Verstand, Armen und Beinen, Geschmack und Geruch, hören und riechen. Meine Sinne sind noch sehr zart, sind das alles nicht gewohnt. Zu Lautes strapaziert meine Ohren und meinen Geist - und ich versuche zu fliehen. Aber... Ich wollte ja die Koffer packen und wirklich reisen - meinen Schatz am Strand bergen. Dazu muss ich meine Sinne schulen und den Umgang mit ihnen lernen.
... auf diesem Weg begleitet Ihr mich, meine drei kleinen Engel, strapaziert alle meine Sinne und begleitet mich mit größter Zielstrebigkeit in die große weite Welt!

Mittwoch, 14. Januar 2009

My little Dekoprincess



Heute hat Charlotte den Tisch gedeckt. Ich hätt's nicht schöner machen können... ;-)

Guten Appetit!

Familie






Aus gegebenem Anlass... ;-)

Eine Familie kann schrecklich anstrengend sein, kann fürchterlich nerven, kann Dinge in Dir hervorrufen, die Du lieber hinterm Ofen versteckt gehalten hättest, kann Dir so kleinlich und dämlich vorkommen, kann Dich total mißverstehen, kann Dich mächtig auf die Palme bringen, kann einfach völlig überflüssig sein!

ABER sie ist das Allerbeste für Dich, ist Dir der ehrlichste Spiegel, ist Dir das größte Vertrauen, ist Dein größter Halt und der Grund warum Du lebst!

Danke für diese chaotische, verrückte, verkorkste, lustige, alberne und liebenswerte Familie!

Guten Morgen



Guten Morgen Ihr Lieben,
ich wünsche allen ein leckeres Frühstück mit duftendem Kaffee oder Tee, viel Schaffenskraft, Sonnenschein, Fröhlichkeit - und vor allem Zufriedenheit gepaart mit einer dicken Scheibe Dankbarkeit.

Habt den allerschönsten Tag!

Auf diesem Wege möchte ich mich auch für all die lieben Kommentare und mails bedanken, für das Mutmachen und Zurseitestehen. Habt tausend Dank!

Dienstag, 13. Januar 2009

Ein Satz....


'Sie hat ihr Leben nicht im Griff'...
Über diesen Satz muss ich seit Wochen nachdenken - und mich ärgern. Weil er stimmt?
Weil ich nicht weiß, was er zu bedeuten hat?
Dieser Satz sagt sich leicht, ist in vieler Munde... Aber was bedeutet er genau? Ist es einzig Disziplin, die ein Leben zusammenhält? Was heißt, 'im Griff haben'? Im Würgegriff? Lass ich mich vom Leben (er)drosseln? Muss ich mich vor der Bedrohung 'Leben' retten - damit es mich nicht im Griff hat?
Wir schaffen uns so merkwürdige Redewendungen. Wir haben eine Vorstellung von dem, was die Worte uns sagen - eine Vermutung, ein genormte Anwendung. ... Aber ich schweife ab...
Weil ich mich mit dem 'im Griff' haben nicht auseinandersetzen mag. Heißt es das? Dass ich gern wegschaue? Dass ich manchmal das Zuerledigende sich selbst überlasse? Heißt das, ich habe es nicht im Griff, weil ich nicht in absolute Panik verfalle, wenn etwas Unerwartetes geschieht? Oder weil mir überhaupt Unerwartetes passiert?
Ich finde keine Antwort. Mir gefällt es so wie es ist. Ich weiß um meine Stärken und meine Schwächen - das ist meine große Stärke. Das ist mein 'im Griff' haben. Ich bin mir kein Rätsel mehr.
Und oft hat sich im Abwarten/im Loslassen alles geklärt. Nicht immer - das ist wahr. Aber ich habe erfahren, dass alles einen Sinn ergibt, dass nichts umsonst ist. Das ist mein Frieden. Ich muss mein Leben nicht im Griff haben - jedenfalls nicht im gebräuchlichen Sinne. Denn ich lebe - das impliziert all das. Ich liebe und akzeptiere mich - so wie ich bin. Ich trage mein Herz auf der Zunge - so scheint es zumindest. Aber ich trage nur das auf der Zunge, was loszulassen ist. Das, was für mich schon längst erledigt ist. Das darf mich verlassen. Weil ich daran gestärkt und gereift bin. Ich muss nichts verstecken. Solange ich verstecke, solange arbeitet 'es' im Hintergrund. Das hat mich dann im Griff.
Ja, es stimmt. Oft bin ich chaotisch. Denn ich halte nicht mein Leben sondern mich zusammen. Versuche meine Essenz zu leben. Und das macht Spaß, das befreit mich, das läßt mir so viel Luft zum Atmen, das füllt mich total! Diese Freiheit genieße ich - eben weil ich weder mich noch mein Leben im Griff haben möchte!

... was für eine merkwürdige Redewendung... ts...

Erinnern

Eben habe ich meinen morgendlichen Rundgang durchs Haus gemacht. Heute habe ich wohl mal genauer oder bewußter hingeschaut. Heute sprachen soviele Dinge mit mir und erinnerten mich an irgendetwas...


Die Lichterkette in der Schale liebe ich - aber sie erinnert mich daran, dass sie eigentlich jetzt in die Weihnachtsdekokiste gehört, die ich noch immer im Wohnzimmer steht und darauf wartet, im Keller verstaut zu werden. Ich trenn mich dieses Jahr schwer von der Weihnachtszeit...


Meine Tasche erinnert mich daran, mal wieder und auch wieder regelmäßig schwimmen zu gehen. Im Wasser fühle ich mich schwerelos... Das ist ein gutes Gefühl. Also los!


Mein Buch, an dem ich schon eine Weile schreibe, will vollendet werden. Es geht momentan nur schwer voran. Dabei ist Schreiben meine Leidenschaft...


Das Bild und die Vase auf dem Sideboard erinnern mich liebevoll an die beiden Menschen, die ich im letzten Jahr verloren habe. Mein Vater starb im Januar im Urlaub in Andalusien - ohne Abschied. Ich vermisse ihn schrecklich! Und die liebe Uroma hat sich mit 95 Jahren nach einem guten Frühstück ins Bett zum Schlafen gelegt - und ist nicht mehr aufgewacht. Ich wünsche ihr Freiheit und Unbeschwertheit.


Und der lässig über den Stuhl gelegte Stoff erinnert mich daran, dass ich weiternähen wollte...


Die verwelkte Ranunkel erinnert mich daran, einen neuen Blumenstrauß zu kaufen - oder sich schenken zu lassen. ;-) Hallo Schatz....


Und meine jetzt fast erblühten Hyazinthen erinnern mich daran, dass der Frühling vor der Tür steht. Ich hör ihn schon durch den Schnee stapfen... Pssst... Hört Ihr ihn auch?


Tja, ein Tag hat nur so wenig Stunden - es ist einfach nicht alles zu schaffen. ;-) Diese schöne Box erinnert mich an all das, was noch zu erledigen ist.


Diese Karte habe ich meinem lieben Mann zum Hochzeitstag geschenkt. Sie spiegelt sehr deutlich unseren Ehealltag wider. Und ich nehme mir immer soooo fest vor, eine bessere Hausfrau zu werden...


Und zu guter Letzt erinnert mich die Uhr jetzt daran, dass ich mal unter die Dusche muss - ich habe einen Zahnarzttermin...