Mittwoch, 22. Dezember 2010

An die Freude

Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elysium,
Wir betreten feuertrunken
Himmlische, dein Heiligtum.
Deine Zauber binden wieder,
Was der Mode Schwert geteilt;
Bettler werden Fürstenbrüder,
Wo dein sanfter Flügel weilt.

Chor

Seid umschlungen, Millionen!
Diesen Kuß der ganzen Welt!
Brüder - überm Sternenzelt
Muß ein lieber Vater wohnen.

Wem der große Wurf gelungen,
Eines Freundes Freund zu sein;
Wer ein holdes Weib errungen,
Mische seinen Jubel ein!
Ja - wer auch nur eine Seele
Sein nennt auf dem Erdenrund!
Und wers nie gekonnt, der stehle
Weinend sich aus diesem Bund!

Chor

Was den großen Ring bewohnet,
Huldige der Sympathie!
Zu den Sternen leitet sie,
Wo der Unbekannte thronet.

Freude trinken alle Wesen
An den Brüsten der Natur,
Alle Guten, alle Bösen
Folgen ihrer Rosenspur.
Küsse gab sie uns und Reben,
Einen Freund, geprüft im Tod.
Wollust ward dem Wurm gegeben,
Und der Cherub steht vor Gott.

Chor

Ihr stürzt nieder, Millionen?
Ahndest du den Schöpfer, Welt?
Such ihn überm Sternenzelt,
Über Sternen muß er wohnen.

Freude heißt die starke Feder
In der ewigen Natur.
Freude, Freude treibt die Räder
In der großen Weltenuhr.
Blumen lockt sie aus den Keimen,
Sonnen aus dem Firmament,
Sphären rollt sie in den Räumen,
Die des Sehers Rohr nicht kennt.

Chor

Froh, wie seine Sonnen fliegen,
Durch des Himmels prächtgen Plan,
Laufet, Brüder, eure Bahn,
Freudig wie ein Held zum Siegen.

Aus der Wahrheit Feuerspiegel
Lächelt sie den Forscher an.
Zu der Tugend steilem Hügel
Leitet sie des Dulders Bahn.
Auf des Glaubens Sonnenberge
Sieht man ihre Fahnen wehn,
Durch den Riß gesprengter Särge
Sie im Chor der Engel stehn.

Chor

Duldet mutig, Millionen!
Duldet für die beßre Welt!
Droben überm Sternenzelt
Wird ein großer Gott belohnen.

Göttern kann man nicht vergelten,
Schön ists, ihnen gleich zu sein.
Gram und Armut soll sich melden,
Mit den Frohen sich erfreun.
Groll und Rache sei vergessen,
Unserm Todfeind sei verziehn,
Keine Träne soll ihn pressen,
Keine Reue nage ihn.

Chor

Unser Schuldbuch sei vernichtet!
Ausgesöhnt die ganze Welt!
Brüder - überm Sternenzelt
Richtet Gott, wie wir gerichtet.

Freude sprudelt in Pokalen,
In der Traube goldnem Blut
Trinken Sanftmut Kannibalen,
Die Verzweiflung Heldenmut - -
Brüder, fliegt von euren Sitzen,
Wenn der volle Römer kreist,
Laßt den Schaum zum Himmel sprützen:
Dieses Glas dem guten Geist.

Chor

Den der Sterne Wirbel loben,
Den des Seraphs Hymne preist,
Dieses Glas dem guten Geist
Überm Sternenzelt dort oben!

Festen Mut in schwerem Leiden,
Hülfe, wo die Unschuld weint,
Ewigkeit geschwornen Eiden,
Wahrheit gegen Freund und Feind,
Männerstolz vor Königsthronen -
Brüder, gält es Gut und Blut, -
Dem Verdienste seine Kronen,
Untergang der Lügenbrut!

Chor

Schließt den heilgen Zirkel dichter,
Schwört bei diesem goldnen Wein:
Dem Gelübde treu zu sein,
Schwört es bei dem Sternenrichter!

Rettung von Tyrannenketten,
Großmut auch dem Bösewicht,
Hoffnung auf den Sterbebetten,
Gnade auf dem Hochgericht!
Auch die Toten sollen leben!
Brüder trinkt und stimmet ein,
Allen Sündern soll vergeben,
Und die Hölle nicht mehr sein.

Chor

Eine heitre Abschiedsstunde!
Süßen Schlaf im Leichentuch!
Brüder - einen sanften Spruch
Aus des Totenrichters Munde


Ich habe es sicher schon mal eingestellt. Aber kann es nicht oft genug lesen oder hören?

In Freude hören wir auf zu urteilen. In Freude können wir verzeihen, lieben und frei sein! Und was braucht's mehr fürs Paradies hier auf Erden?

Sonntag, 19. Dezember 2010

Immortal Beloved

... wieso habe ich den Film eigentlich noch nie gesehen?



Ich wünsche uns allen eine(n) Immortal Beloved!


Die Liebe hat so viele Gesicht und doch nur ein Herz. Sie ist überall anwesend, breitet sich nach allen Seiten aus. Und soll sie verstoßen werden, wird sie krank. Sie ist nicht abzustellen - weder aus Vernunftsgründen noch aus moralischen. Sie überdauert, hält aus, stimmt ein, erinnert, wühlt auf, beruhigt, sprudelt über und wiegt in den Schlaf. Die Liebe ist der gute Boden auf dem Leben erwächst.
Und sie auszusperren ein tödliches Verbrechen an uns selbst. Hat die Liebe einmal berührt, bleibt sie. Vielleicht ändert sie sich oder verändert die Facetten, aber sie bleibt als Liebe bestehen. Ewiglich und fest!

Und sie beginnt immer bei Dir!

Dienstag, 14. Dezember 2010

Mein 3. Advent






















Meine Freundin - die allerliebste, die es gibt! ;-) - hat mich nach Heiligendamm eingeladen. Es war der schönste, tiefste, ehrlichste, genussreichste, aufregendste, kulturellste, tränenreichste, lustigste Advent ever...

Ich habe den Luxus dort nicht festgehalten. Es ist alles, wie im Prospekt beschrieben - nur noch besser! ;-)
Aber ich habe inmitten der Schönheit und des Genusses dort soviel anderes noch gefunden...

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Schein heilig

... sind wir alle. Wir alle tragen unseren Heiligenschein - mal mit Würde und mal, weil der Schrank zu voll ist, ihn dort abzulegen.

Und ich trage ihn heute genau aus diesem Grund! Mein Schrank ist überfüllt. Überfüllt mit alldem, was ich da schnell mal reinstopfen mußte heute, wozu ich keine Zeit und Lust hatte, es zusammenzulegen und zu ordnen. Da fliegt heute soviel drin rum, dass es mir schwer fällt, das, was ich grad bräuchte, zu finden.
Und der Heiligenschein wiegt heute doppelt viel. Eigentlich geht er mir heute total auf die Nerven. Ob ich ihn mal auf dem Tisch ablegen darf? Ja? DANKE! Puh...

So, und nun mal so ganz ohne Heiligenschein mit einem ungeordneten Schrank (der in echt mein Kopf ist).

Irgendwie ungewohnt so nackt auf dem Kopf! Aber was soll's... Also so ohne Heiligenschein bin ich ganz schön sauer heute.
Und jetzt mach ich's mal wie andere und lasse mich hier mal so richtig öffentlich aus! Ganz genau! (Klar, nur weil der Heiligenschein auf dem Tisch liegt. Sonst natürlich nicht!!!) Ich bin nämlich sauer auf mich - aber sowas von!!!! Ob Ihr's glaubt oder nicht... ich lerne es nie!!! Immer wieder lass ich mich auf Diskussionen ein bzw. verwüste meinen Kopf wegen Menschen, die... ja, die... mir was nochmal spiegeln???? Genau Dreistigkeit, Egozentrik, Geltungssucht, Profilneurosen, Selbstgefälligkeit und noch einiges mehr.
Also hätte ich jetzt meinen Heiligenschein auf, würde ich gleichmütig damit umgehen, würde es lächelnd annehmen und sehen, was es für mich zu lernen gibt.

Aber jetzt brauch ich das ja nicht. :-))) Jetzt darf ich mal so richtig vom Leder ziehen. Wenn ich schlecht erzogen wäre, würde ich jetzt echt Namen nennen. Aber nee, DAS geht dann doch zu weit. Und so groß ist meine Profilneurose nicht, so egozentrisch bin ich nicht. Außerdem habe ich mir erlaubt, authentisch zu sein.
Na gut, manchmal vielleicht nicht. Muss ja nicht jeder meine schlechte Laune ertragen müssen.... Aber halt - außerdem...

Habt Ihr das auch schon erlebt? Wenn ich schlechte Laune habe oder traurig bin, schreib ich das hier als Lehre auf - und schwupps geht es mir besser! Das funktioniert großartig. Das ist wie in den Laden zu gehen und von einer Verkäuferin freundlich angelächelt zu werden. Ist doch auch schon egal, ob sie mir aus tiefstem Herzen einen guten Tag wünscht. Ich lächel zurück - und schon ist wieder ein wenig Sonne da. Das ist echt ein guter Trick! Schreibt hier alles Liebenswürdige und schwupps fühlt Ihr Euch besser. Die schlechte Laune, die findet auch woanders ihren Platz... Die könnt Ihr woanders niederschreiben oder -legen.

Seht Ihr - schon bin ich gar nicht mehr böse auf mich.

Deshalb setz ich meinen Heiligenschein wieder auf und lächel weiter in die Welt! (... und den Kleiderkopf...äh schrank räum ich auch gleich mal ein bißchen auf)

Dienstag, 23. November 2010

Heute wird die Mama von Charlottes Mitschülerin beerdigt.

Als letzte Woche zwei Jungs hier vor der Tür standen, um Charlotte mitzuteilen, dass Leas Mama gestorben ist, ist für einige Sekunden die Welt stehen geblieben. Ich war doch erst am Montag mit ihr essen... Wie kann es sein? So von einer Sekunde zur anderen? War es das, was mich sie intensiv hat ansehen lassen? War es das, wieso ich meinen Kommentar runterschluckte? War es dass, wieso ich tagelang vorher Herzschmerzen hatte? Kommt der Tod gar nicht immer auf leisen Sohlen?
Ich war ihr nicht sonderlich verbunden. Wieso habe ich das Empfinden gehabt?

Es dauerte nicht lang und das Telefon klingelte. Alle waren erschrocken, entsetzt, sprachlos. So wie ich auch. Der Tag flog an mir vorüber - irgendwie.
Als ich abends im Bett lag, ließ mich die Frage nicht los - wieso ich? Was verband uns, was wir nicht sahen.

Ich schickte ihr Licht und Liebe, begleitete sie in Gedanken. Und dann legte sich Frieden auf mich. Das Herz war wieder frei und tat nicht mehr weh. Ich fand meine Worte wieder.

Die Klassenlehrerin hat eine Kerze angezündet. Zwei Stunden durften die Kinder weinen - aber dann war es auch mal genug! So weitermachen, als sei nichts passiert, so tun als würde alles so weitergehen...

Das ist unser Umgang mit dem Tod. Weinen - und dann zur Tagesordnung übergehen.

Lea hat Sorge, ob sie in der Schule lachen darf. Und darf sie? Bei einem achtjährigen Mädchen verstehen wir, unterstützen das Lachen. So können auch wir besser mit der Situation umgehen.

Aber was drücken wir aus? - Wenn wir nicht drüber reden, ist es nicht passiert? Aber es ist geschehen. Abends kommt Mama nicht mehr ans Bett und liest etwas vor, Mama ist Weihnachten nicht dabei, Mama kocht nicht mehr, Mama sucht nicht mehr mit mir den neuen Glitzerstift... Es gibt den Alltag nicht mehr.

Nichts ist schlimmer als jemanden weinen und leiden zu sehen. Es erscheint uns unerträglich. Was sollen wir tun und sagen?

Gibt es etwas zu tun oder zu sagen - außer 'ich bin da - genauso verzweifelt und fassungslos wie Du, aber ich bin da. Ich trauere mit Dir. Dein Leid rührt mich.'
Das gibt es zu sagen oder zu zeigen. Darin einen wir uns. Wenn die Mutter geht, bricht die Welt zusammen, gerät alles aus den Fugen, haben Farben und Dinge eine neue Bedeutung. Und die 'alte' Welt muss doch verabschiedet werden. Das tut weh, unerträglich weh, es zerreißt und schüttelt. - Aber es ist geschehen!

Die Welt dreht sich weiter. Die äußere Welt bleibt bestehen. Aber der Tod eines Menschen hat Auswirkungen. Sie werden gravierender und einschneidender je näher wir dem Toten stehen.

Und das sollten wir achten.

Und wir sollten dem Tod ins Auge sehen. Denn er begleitet uns immer und überall. Er ist mehr als ein Schatten. Die Sorge um das 'Danach' fürchtet uns. Die Erinnerung an den eigenen Tod. Wir wissen doch, dass unser Leben begrenzt und endlich ist. Wieso tun wir so, als wäre es anders?

'Gib jedem Tag die Chance der schönste Deines Lebens zu sein' ist doch kein frommes Verslein. Dahinter steht doch 'Mensch, bedenke Deiner Endlichkeit', jetzt und sofort kann das Leben zuende sein. Und wenn wir mal drüber reden und ehrlich sind, dann haben wir genau davor riesige Angst. Wer möchte seine Kinder allein zurücklassen? Wer möchte schon den Schritt ins Ungewisse tun, seine Lieben verlassen? Wir richten uns unser Leben ein, so wie es uns angenehm erscheint, wir versuchen so oft wie möglich glücklich zu sein. Wir streben danach, Harmonie zu erleben. Und wofür? Dafür, dass wir einfach so herausgerissen werden können, machtlos und ohne Einfluss? Das ist so irrsinnig.

Aber so ist es. Das Leben wurde uns aus genauso so sinnlos erscheinenden Gründen geschenkt. Wir dürfen fühlen, erfahren, erweitern, ergründen, leiden und lieben. Wir dürfen unsere Säuglinge riechen, uns verlieben, Freundschaften schließen und uns grenzenlos fühlen. Allein dafür bin ich gern hier, danke für diese Möglichkeit.

Und ich für mich bin mir sicher, dass unser Tod einfach der Weg in das Unermessliche, in den Frieden, die Freude, das Lichtsein ist. Und darauf - auch wenn mir der Abschied so unendlich schwer fallen würde - freue ich mich... Jeden Tag! Der Tod ist mein ständiger Begleiter - ob ich es will oder nicht. Also freunde ich mich einfach mit ihm an... So ist die Reise einfach schöner.

Zur Beerdigung werde ich heute nicht gehen. Ich habe Abschied genommen - auf meine Weise. In die Diskussion wer-gibt-wieviel-Geld-und-wenn-einer-mehr-gibt-muss-das-auf-Karte-vermerkt-werden mag ich nicht einstimmen.

Ich wünsche mir von Herzen einen offeneren Umgang mit dem Tod, mit den Hinterbliebenen und unseren Ängsten.

Samstag, 20. November 2010

Besenrein... ;-))




Ich wünsche allen ein schönes Wochenende,
Anke


Foto: www.

Dienstag, 16. November 2010

Zauber

Endlich weiß ich Dich erkannt. Jemand hat Dein Strahlen entdeckt und weiß es zu schätzen. Er hat sich in Dir gesehen und weiß um Deine Schönheit und Deine Weisheit.
Das ist mir alles!

Und kein Kilometer wird jemals für dieses Erleben zu weit sein. Keine Kritik hart genug, kein Zweifel nagend genug. Es ist das Beste, was Dir widerfahren konnte und ist.

Das Gestrige hat mir den Sinn meiner Arbeit bestätigt und dass das tiefste Wissen in uns liegt und abrufbar ist.

Es ist der größte Segen zu erkennen, dass Du selbst Dir wert für diese Erfahrung bist.
Ich bin so dankbar, dass wir zusammengefunden haben.

Du bist mein Diamant, wertvoll, kostbar und unbezahlbar. Du strahlst und funkelst, bringst aus der Fassung und Augen zum Leuchten. Du bist hart und sensibel.

Du kamst aus dem Nichts und berührst die, die mit dem Herzen sehen.

Ich danke Dir und mir für das, was uns verbindet!

Samstag, 6. November 2010

Time

Don't say you don't have enough time. You have exactly the same number of hours per day that were given to Helen Keller, Pasteur, Michaelangelo, Mother Teresa, Leonardo da Vinci, Thomas Jefferson and Albert Einstein. ~ H. Jackson Brown, Jr.


... habe ich grad mal stibitzt... ;-))

Allen ein prall gefülltes Wochenende,
Anke

Montag, 1. November 2010

Also, ich muss jetzt mal einfach etwas schreiben, damit ich nicht immer beim Öffnen des blogs immer in den Teller mit der zugegebenermaßen unappetitlich aussehnenden Suppe falle. ;-))

Aber lecker war sie doch!!! Muss ich zu meiner Verteidigung sagen...

Zeitumstellung finde ich ekelhafter. Maaan, immer muss ich mich wochenlang umgewöhnen...
Gestern hatte mein Mann Geburtstag und ich habe ihm ein Überraschungsfrühstück mit Freunden geschenkt. Es war nicht so leicht, ihn eine Stunde länger im Bett zu halten. ;-)) Aber es ist mir geglückt und er hat sich gefreut. Was will frau mehr? Zudem war auch unser 13. Hochzeitstag... Boah!!! Sooooo lange - das hätte ich nicht gedacht. Ich habe damals nur geheiratet, weil ich mich zur Not auch wieder scheiden lassen kann. Bin halt nicht gern 'eingesperrt'. ;-))

Apropos 'scheiden'... Ihr kennt das Lied 'Winter ade, scheiden tut weh'?
Mein Sohn fragte ich mich neulich: 'Mama, tut Deine Scheide auch weh?'... ;-)))
Ja, die deutsche Sprache verarmt... :D

Ich wünsche eine richtig lecker Woche,
Anke

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Porreesuppe

... nein, das Rezept verrate ich nicht! Denn seht wie es geschmeckt hat... ;-))))





Montag, 25. Oktober 2010

Paris







Nun habe ich ihn endlich kennengelernt, im Arm gehalten, vorgesungen, geküßt und zärtlich seine weiche Haut gestreichelt - meinen süßen Neffen! Ich konnte mich nicht sattsehen an seinem Stirnrunzeln und seinem fragenden Blick. Kein Wunder, dass sich meine Schwester keine Minute von ihm trennen mag.
Aber 15 Minuten konnte ich rausschlagen. Er war in meinem Arm eingeschlafen - da wollten wir ihn doch nicht wecken... ;-))

Die Fahrt nach Paris war problemlos. Nur unser Hotel haben wir mit sicherem Instinkt im Ghetto gesucht. Wer sich auskennt - Sarcelle ist ein Erlebnis. ;-) Charlotte fragte zaghaft: Mama, sind in Paris alle Menschen mit schwarzer Haut? - Tja, es sah so aus. ;-))

Der Weg zu meiner Schwester zog sich... Stau, Stau und zähfließender Verkehr.
Nach 13 Stunden waren wir dann aber endlich da! Und wurden mit meinem Lieblingsessen verwöhnt... Yummie!!!

Die Zeit war kurz, viel zu kurz. Aber den Eiffelturm, den mußten wir dann doch ansehen.

Samstag, 16. Oktober 2010

Das Leben im Konjunktiv

gibt es nicht!

Denn schon der Gedanke lebt doch...

Wenn ich Geld hätte..., wenn ich schlank wäre..., wenn ich Freunde hätte..., wenn ich die Liebe menes Leben gefunden hätte... - alles fühlt sich schon bei dem Gedanken gut und wunderbar an. Es hat seine eigene Präsenz und Realität.

Wenn dem Konjunktiv Hoffnung und die feste Überzeugung des Erreichtwerdenkönnens an die Seite gestellt werden... Wow! Dann können sich 'hätte, könnte, würde' aber sehr warm anziehen! :-))

Zuerst war das Wort/der Gedanke... Und dann seht mal, was alles draus geworden ist. Also - die Energie folgt der Absicht! Zuerst war Dein Wort ein Gedanke... Und was wird aus ihm?

Ich wünsche ein hoffnungsschwangeres Wochenende im Konjunktiv,
Anke

Dienstag, 12. Oktober 2010

Vollkommenes Glück



Swann Edgar Isaac

Ich bin so unsagbar glücklich und stolz!

Samstag, 9. Oktober 2010

... und inmitten

... der Aufregung fielen mir diese Worte in die Augen, die ich mal so grob übersetze:

Zeig jedem Menschen, dessen Leben Du berührst, sein wahres Licht, zeig ihm wie wundervoll und einzigartig er ist, erinnere ihn an sein Strahlen, berühre sein Leben mit Respekt und Liebe. Und das nicht nur bei Menschen, die Dir freundlich begegnen. Einen noch tieferen Einschnitt haben die Begegnungen, die Dich aufwühlen, Dich treffen. Gott lebt in jedem Menschen. Und oft reicht ein gemurmeltes 'Gott segne Dich' und der andere ist plötzlich auch einer von Dir... Probier es aus!

Gott segne Dich bzw. hat Dich längst gesegnet. Es ist nur die Erinnerung an das, was schon immer da ist.

Vergib Dir, liebe Dich, umarme Dich - weil Gott es schon längst getan hat. Tausend Mal am Tag! Fühl es ganz tief in Dir, dort steckt die Weisheit, das Allumfassende. Es ist nicht zu finden, dort wo Du einen kurzen Moment der Zufriedenheit, der Verzückung erlebst. Es ist dort, wo alles still ist, dort wo der Frieden wohnt. Und da strahlen wir alle, dort hat Gott uns gesegnet, dort sind wir auf ewig verbunden. Dort finden wir uns alle wieder.

Und das gilt es in die Welt zu tragen - fangen wir heute damit an. Die Sonne führt uns... ;-))

Aufregung :-)

Gestern habe ich den weltschönsten Anruf bekommen! - Neee, nicht vom Radio - viiiiiiel wichtiger und schöner!!!

Am Donnerstag, am Donnerstag...

Wer da kommt? DAS verrat ich nicht. ;-))

Ihr sollt doch auch aufgeregt sein.

Tralalalalala... *hüpfundspring*

Vorher werden noch Fenster und Tür gestrichen, Fensterläden lackiert und (so der liebe Ehemann will) montiert. Damit alles fein ist.

Vielleicht gibt's ja dann auch mal wieder Fotos.

Erstmal ein sonniges, hellbeschienenes Wochenende,
Anke

Freitag, 8. Oktober 2010

- Nachtrag -




... und als ich vorhin während meiner Fahrt zum Arzt das Radio wieder eingeschaltet habe, was höre ich da???? Eine (mir) neue Rubrik beim Sender meiner Wahl - 'always look on the bright side of life'! Jeder kann anrufen und erzählen, was ihm Gutes widerfahren ist. So als kleines Kontrastprogramm... Mir hat's gefallen.

Ich bin ja auch eine, die gern mal beim Sender anruft. ;-) Und auch eine, die mal angerufen wird...

Ich habe - das ist schon ein paar Jahre her - in einem kleinen Büro gearbeitet, ein Einraumbüro. Also keine Chance 'heimlich' zu telefonieren. Als das Pfarrbüro meiner Freundin anrief, wurde meine Chefin hellhörig...

Pb: 'Guten Morgen Frau W., sie wollen ja Trauzeugin bei Frau E. werden. Hier in Bayern ist es üblich, ein moralisches Führungszeugnis anzufordern. Haben Sie so etwas schon?'

ich: 'Nein. Davon habe ich noch nie gehört. Wer stellt denn sowas aus?'

Pb: 'Ach, das können wir hier schnell am Telefon erledigen. Halten Sie sich denn moralisch in der Lage, Trauzeugin zu sein?'

ich: 'Ja natürlich!'

Pb: 'Sie sind verheiratet?'

ich: 'ääääähm, nein. Aber wir wollen auf JEDEN Fall heiraten. Wir schlafen selbstverständlich auch in getrennten Betten - noch...' *hüstel*

Pb: 'Und das entspricht auch der Wahrheit?'

ich: 'Jaaaaaa, natürlich!'

Pb: ' Wie oft gehen Sie denn in die Kirche?....

Also im Laufe des Gesprächs habe versprochen, jeden Sonntag in die Kirche zu gehen, nicht zu rauchen, niemals Alkohol zu trinken und... ich weiß es gar nicht mehr.

Am Schluss bedankte sich der Pfarramtsmitarbeiter:

'Vielen Dank für dieses nette Gespräch. Ach ja, hier spricht übrigens Radio Schariwari und Sie werden morgen früh gesendet!'

rrrrrummmmsss....

Und - ja, es wurde gesendet. Meine Freundin hat es aufgezeichnet. Aber wie bei allen Dingen, die wir 'aufheben' wollen, ist auch diese Kassette verschwunden.

Ich habe wohl nie wieder sooooo gelogen! ;-)
Aber es war ja für einen guten Zweck! Ich hatte versprochen Trauzeugin zu werden!
Da fühlte ich mich moralisch zum Lügen verpflichtet sozusagen...

Nachrichten

Wozu hören wir uns die eigentlich an?

Sie laufen grad im Radio - und ich frage mich ernsthaft nach ihrem Nutzen! Tote, Krisen, Streit und Mord... Ist es das, was wir suchen in dieser Welt? Ist es Realität oder Manipulation? Oder nichts von beidem?

Ich schaue mich um - soweit wie mein Auge reicht. Und ich sehe durchaus Twistigkeiten, Wut und Sorgen. Aber das ist nicht alles. Ich sehe auch Freude, Hilfsbereitschaft, Liebe, Vertrauen, Bemühen. DAS ist MEINE Realität. Hier bin ich beteiligt, das berührt mich wahrhaft. Das sind Informationen, die mich angehen.

Würde ich sofort in Krisengebiete fahren, hätte ich die Absicht hungernden Menschen tatsächlich zu helfen - ja, dann wäre es wohl wichtig, die Nachricht zu hören. Aber so... Ich werde nur steifer und unbeweglicher, traue mich nicht mehr sorglos auf andere zuzugehen. Im Grunde dürfte ich das Haus nicht mehr verlassen.

Und beraube mich dem, was mich lebt - nämlich unbändige Lebensfreude!

Wieso erlauben wir uns halbstündlich daran erinnert zu werden, wie gefährlich und gefährdet unser Dasein ist? Ich werde es wohl nie verstehen - und schalte das Radio wieder aus. Und richte mein Blick auf das, was mich umgibt.

Denn das möchte ich feiern - die Menschen, die mir heute ein Lächeln schenken, die grimmig an mir vorüberziehen, die malerischen Laubbäume, die im Sonnenschein weit leuchten, die Vögel, die sich für ihre lange Reise sammeln, ich möchte meine Kinder lachen und streiten hören, ihre Phantasie genießen, mitreisen auf den Drachen und Einhörnern, möchte Vokabeln lernen - und das ohne mich um die ganze Welt zu sorgen. Denn ich bin hier, habe mich für diesen Ort entschieden. Hier gibt es reichlich Information für mich.

Und allen anderen wünsche ich von Herzen den besten Ort, die größte Freude, unendliche Liebe und das Vertrauen, dass alles gut ist. Ich wünsche mir Kraft für alle, für sich einzustehen und aufzustehen, für das, was sie ändern wollen.
Ich möchte nicht mitleiden und am Boden bleiben. Für mich sind es andere Herausforderungen als für Menschen, die in Afganistan um ihr Überleben kämpfen. Aber auch dort lachen Menschen, lieben sich Menschen und haben auch dort Kinder liebende Eltern. Und das machen mich die Nachrichten vergessen...

Auge in Auge - nicht Auge um Auge... so möchte ich leben und lieben, mich einbringen.

Ich wünsche allen einen Tag voller Licht und Liebe,
Anke

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Es war keine vage Erinnerung - es war ein klares Bild. Ein Ruf - kein Schrei... dem ich gefolgt bin. Unbeirrt und geradewegs hat er mich zurückgeführt.

Und jetzt in der Vereinigung bin ich wieder ganz, bin mir nah.
Erstaunt und fast erschrocken versuche ich, die Kraft zu leben, mit ihr zu leben und umzugehen.

In den letzten Tagen stupsen mich immer wieder diese Worte an.

Und ich bin immer wieder genauso dankbar.

Dienstag, 5. Oktober 2010

Herzlich willkommen, kleiner Swann!

Heute nacht um drei hat mich Deine überglückliche Mutter angerufen. Du seist endlich da! Und nach Monaten voll Ungeduld und einem übervollen Herz war da plötzlich - ein Vakuum. Auf einmal konnte ich nur fragen, wie Du aussiehst, wie groß Du bist und wie schwer. Wie Deine Mama alles überstanden hat und ob Wehen sehr weh täten...

Mein Herz war ganz still und leise. Es sprudelte nicht über, es floß nicht über vor Liebe. Es war ganz ruhig und gespannt.

Es konnte gar nicht begreifen, dass Du ein ganzer Mensch, eine Persönlichkeit bist. Dass Du dasselbe hier beanspruchen darfst wie ich, wie jeder. Auf einmal sah ich Dich mit anderen Augen, mit ernsthafteren, mit besorgteren. Nun warst Du nicht mehr das winzige Wesen, das im Bauch seiner Mutter warm und geborgen heranwächst, für den ich nach Herzenslust stricken wollte. Du warst kein Phänonmen mehr.

Jetzt bist Du jemand, dem ich alles Glück wünsche, von dem ich weiß, dass ich ihn kennenlernen darf, dem ich zuhören darf. Der das Muster der Welt verändern wird, der sich einbringen wird.

Mein stilles Herz verstand, dass ich jetzt auch irgendwie eine Aufgabe habe. Ich bin Deine Tante, die hoffentlich oft genug für Dich da sein kann. Ich wünsche mir, dass Du trotz der Entfernung eine Beziehung zu Deinen Cousins und Deiner Cousine aufbauen kannst. Ich wünsche mir von Herzen, dass Du das fehlende Puzzleteil bist, dass uns wieder zu einer Familie macht. Denn jetzt gibt nicht nur uns Geschwister, sondern auch Cousins und Cousine. Das habe ich mir sehr gewünscht. Und mit Dir hat sich dieser Wunsch erfüllt.

Von Herzen wünsche ich Dir eine wunderbare Erdenreise, eine erfüllte, eine, die Dir Raum für Dich gibt. Ich wünsche Dir verständnisvolle, liebevolle und tolerante Eltern - also, dass sie so bleiben wie sie sind. ;-)
Dass Du das mutige Herz Deiner Mutter geerbt hast und den faszinierenden Verstand Deines Vaters, dass Du immer in der sicheren Liebe aufwachsen kannst, die Dich jetzt umgibt. Ich wünsche Dir Phantasie, die es Dir erlaubt über den Wolken zu schweben, wenn es hier unten mal zu langweilig sein sollte.

Aber erstmal komm an, sei auf herzlichste willkommen, kleiner Prinz!

Sonntag, 3. Oktober 2010

Jahaaaa....

... nein, nicht, was Ihr denkt! ;-))

Aber morgen geht's los. Dem Kleinen wird ein wenig geholfen auf seinem Weg in dieses Leben. Er findet es scheinbar bzw. offensichtlich sehr schön in Mamas Bauch. Aber seine Versorgung scheint nicht mehr ganz so gut gewährleistet zu sein. Und so haben die Ärzte entschieden, die Geburt langsam einzuleiten.

So habe ich heute das letzte Mal mit meiner Schwester als Schwangere telefoniert. Ab morgen werde ich mehr Zeit haben vormittags (aber will ich das???).

Ich werde jede Sekunde bei ihr sein, möchte ihr all meine Kraft schicken, den Mut und ihr alle Schmerzen am liebsten abnehmen. Aber das kann ich leider nicht. Sie wird das schaffen! Wer sich so mir nichts Dir nichts in fremden Ländern zurechtfindet, dort leben und arbeiten kann, das Studium dort mit Auszeichnung absolviert, der wird sein Kind sicher auf die Welt bringen... Ganz sicher!

Aber lieber wäre es mir, ich könnte auf dem Flur vor dem Kreißsaal auf und ab laufen... ;-))

So muss ich immer noch warten...

Liebe Grüße,
Anke

Donnerstag, 30. September 2010

Über die Geduld

Man muss den Dingen die eigene, stille ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt und durch nichts gedrängt oder beschleunigt werden kann,
alles ist Austragen – und dann Gebären...



Reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,
ohne Angst, dass dahinter kein Sommer kommen könnte.



Er kommt doch!



Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind, als ob die Ewigkeit vor ihnen läge,
so sorglos, still und weit...



Man muss Geduld haben.



Mit dem Ungelösten im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben, wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind.



Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken, eines fremden Tages in die Antworten hinein.


Rainer Maria Rilke

... immer noch nix...


Nach dem ersten (und hoffentlich letzten) Fehlalarm tut sich nichts. Der süße kleine Kerl liegt nuckelnd im warmen Bauch seiner wunderschönen Mama.

Ehrlich gesagt, kann ich ihn gut verstehen... :-))

Aber bald - spätestens am Montag. Man läßt ihm nur ganze 5 Tage 'Bummelei'...

Dann hat das Warten ein Ende und ich freue mich auf sein Schmatzen am anderen Ende am Telefon, bevor wir dann endlich nach Paris fahren.

Also dieses Tantewerden, das bringt mich aber sowas von durcheinander. Meine kleine Schwester... Neulich fand ich sie noch ziemlich anstrengend mit ihrer Schreierei, dem Lockenkopf und den Krachledernen (weil kein Baum sicher war vor ihr). Hatte sie keine Lust mehr zum Spazierengehen, setzte sie sich einfach auf den Weg und schrie. Meine Eltern sind natürlich pädagogisch weitergegangen und haben bzw. wollten den Schreihals sitzen lassen und ignorieren. Aber mal nicht, wenn ich die große Schwester bin. Unerhört!!! Ich kannte meine dickschädelige Schwester - sie säße da heute immer noch. ;-))) Na, zum Glück konnte ich Einfluss nehmen auf meine Eltern. (... und weiß jetzt wieso sie immer sauer auf mich waren und mit den Augen gerollt haben.)

Tja, und was passierte? Meine Tochter ähnelt ihrer Tante doch sehr. - Wird mein Neffe jetzt wie ich? Also, das wär unfair. Denn ich war ein sehr zauberhaftes ruhiges Kind - ein Sonnenschein sozusagen. ;-))) Jedenfalls für Mütter, die auf blonde Prinzessinnenmädchen stehen. Für unsere Mutter war ich wohl eher eine Herausforderung... Sie wollte nämlich 4 Jungs haben.


So, und nun warte ich brav weiter...


Foto: Maren Grosjean

Freitag, 24. September 2010

...

... wir warten immer noch *trommel*

Ich hätte ja niiiie gedacht, dass es soooo aufregend und anstrengend sein wird, Tante zu werden.

Dienstag, 21. September 2010

... und plötzlich ist da Frieden. Aufeinmal ist alles ruhig und klar wie ein Bergsee. Der Verstand geht schwimmen im Wasser der Ruhe. ... und genießt! Fügt sich ein in das Wissen und entspannt.

Wahrhaftig warhnehmend und nicht mehr denkend.

Und all die Irrungen und Wirrungen das Alltäglichen finden keinen tieferen Weg mehr ins Sein. Sie finden statt und werden höchst belustigt, durchaus auch verärgert erlebt. Immerhin liegt im Schatten einer reicher Gewinn.

Aber das Dahinter - das ruht und genießt...


Alles ist gut - so wie es ist. Und so ist auch im größten Chaos das System der Liebe erkennbar. - Wunderbar!

Phlegmatische Grüße :-)
Anke

Sonntag, 19. September 2010

Bald



... ganz bald kommt der kleine Swann. Und ich habe nun auch endlich ein 10 kg schweres Paket gepackt. Gefüllt mit lauter Erinnerungsstücken - roter Cordhose, Jeans, heißgeliebtem Anorak, Fellsack (noch heißgeliebter, weil Kind nur darin schlief) und natürlich der gestrickten Decke, einer handmade Hülle für die kleine Wärmflasche, Sommerhöschen, Strampler, Schühchen und gaaaaaaanz viel Liebe!

Hoffentlich kommt das Paket noch vor dem kleinen Prinzen in Frankreich an... ;-))
Aber es kam ja nun auch alles sehr plötzlich - so wie Weihnachten und alle Geburtstage... tse...

Aufgeregte Grüße,
Anke

Samstag, 18. September 2010

Albert's Leitsatz....

Ich muss dieses Wochenende mit meiner Tochter das Leben von Albert Schweitzer lernen. Ein Mann, von dem ich wohl gehört, mit dem ich mich aber nie beschäftigt habe.

Tja, da muss man eben die Kinder in die Schule schicken, damit man solche wunderbaren Worte liest...

'Ich bin Leben, das leben will, inmitten des Leben, das leben will.'

Ich finde diesen Satz einfach... alles aussagend, eine Hommage an mein Leben, einen großen Respekt vor Dir und allem, was mich umgibt, es setzt Grenzen, macht die Unendlichkeit deutlich und läßt mein Herz hüpfen...
Ich fand vieles in seinem Lebenslauf, was mir vertraut war.

Ich glaub, ich hätte ihn gern zum Freund gehabt. ;-))

Lebendige Grüße
Anke

Wie bitte?

Du leidest? - Woran? - An Dir?

Dann ändere Dich, ändere Deine Einstellung bzw. Deine Hinstellung. Dreh Dich, beweg Dich, umkreise und bleib an günstigerer Stelle stehen. Bleib nicht dort, wo Du bist, denn dort leidest Du doch, oder?

Geh auf die Suche, verändere die Position. Lass die Würfel neu fallen.

Und lass Dich endlich mal überraschen! Echt! Wag es doch mal! Wenn es nicht klappt, kannst Du es Dir immer noch wieder an alter gewohnter Stelle wieder bequem machen.

Aber wag den ersten Schritt, lass das Wunder geschehen.

Wie? Der Schritt war schmerzhaft? - Na, wie denn auch nicht. Du bist einfach nur eingerostet in Deinem Leid. Oder hast Du Angst vor Schmerzen? Dann bleib stehen und leide weiter...

Aber vergiss nicht, dass es Deine Entscheidung ist dort zu verharren.


Ich wünsche uns allen ein mutiges Wochenende und krachende Knochen... ;-)

Mittwoch, 1. September 2010

Mein Zauberkind


... wird in einer halben Stunde 11 Jahre alt.

Unser einzig geplantes Kind. ;-)) Und von der ersten Sekunde an hat er mich verzaubert. Die Zeit blieb stehen als ich in seine wissenden Augen sah.

Und wie sagte er heute: 'Ich bin froh, dass meine Seele zu mir wollte.' ;-)) Ja, mein Schatz, das bin ich auch! Und wie! Du hast mich so oft an Grenzen geführt, Grenzen meiner Nerven, meiner Liebe und meiner Geduld. Weil Du statt Jeans und Pullover lieber ein orangefarbenes Shirt über einem weinrot-blauem Fleecepullover anziehen wolltest und am liebsten zwei verschiedene Socken im Kindergarten trugst. Weil Du der Erzieherin erklärtest, dass Du nicht abwaschen müßtest, weil das schließlich Frauenarbeit sei. Auch meintest Du im Kindergarten darum zu bitten, dass sie dort bitte Deine Handschuhe waschen könnten, weil ich keine Lust dazu hätte. Du hast nicht nur mich zu Tränen gerührt, als Du anfingst zu singen, dass Deine Mama so wundervoll sei (vor laufender Kamera), weil sie mit Dir immer Fleischklößchen macht, anstatt wie geplant die Nachrichten zu sprechen. Ich war nicht nur einmal in der Schule, um mich zu fragen, wieso niemand mit Dir spielen wollte. Und jedesmal in verwirrte Augen sah, weil Du immer mit Kindern gespielt hast egal wie alt, beliebt oder nicht.

Du hst Dich damals so sehr auf die Schule gefreut. Und wie fürchterlich war es, mit anzusehen, wie schlecht es Dir dort ging, weil es laut und unfair zuging. Du fingst an, das Leid der Welt auf Deinen Schultern zu tragen mit Deiner Ernsthaftigkeit und Deiner Weisheit, die dort in der Schule wenig Platz und Raum fand. Aber das ist vergangen und vorbei.

Du bist ein großes Geschenk! Und ich bin wirklich sehr dankbar, dass ich Deine Mama sein darf.

Es liegt so viel in Dir und ich bin sehr gespannt auf das, was Du uns noch präsentieren wirst. In kleinen Nebensätzen erzählst Du eben mal die Mysterien der Welt, die für Dich so klar und offensichtlich sind.
Und trotzdem bist Du wieder fröhlich, hilfsbereit, dankbar und frech. Du zauberst immer ein Lächeln auf mein Gesicht!

Und ich weiß, dass Du jetzt am richtigen Ort bist. Deine Schulordnung ist gerahmt in: Andersein der anderen akzeptieren, Umwelt schützen und bewahren, Menschenrechte für alle verwirklichen, Armut und Elend bekämpfen. Dort bist Du richtig.
Ich hoffe, Du kannst dort lernen, stark genug zu werden, dafür einzustehen. Alles andere lernst Du so nebenbei... ;-)))

Und gleich ist der 2. September - Du schläfst und ich wache. Genau wie vor 11 Jahren, als ich vor Aufregung vor der Narkose nicht schlafen konnte. Und wieso auch immer die Narkose nicht so gewirkt hat, wie sie sollte, durfte ich Deinen ersten Schrei hören. Und Du hast mein Herz im Sturm erobert, mich zu Menschen geführt, die so wichtig für mich waren und sind. Aber in erster Linie hast Du mich zu mich geführt. Dafür danke ich Dir aus tiefstem Herzen. Nun darfst Du Deinen Weg gehen, ohne Angst um mich. Denn nun weißt Du hoffentlich, dass ich allein weitergehen kann.

Es ist einfach schön, Dich bei mir zu wissen. Und Deine kleinen Zettel liebe ich auch. ;-))

Also, mein großer Schatz, ich hab Dich von ganzem Herzen lieb! Dich und Deine Seele ;-)))

PS: Fotos sind alle futsch, weil Festplatte defekt. Also keine Fotos :-((( (ein älteres hab ich noch gefunden)

Samstag, 28. August 2010

Ich glaube...

ich weiß jetzt, wieso es Globalisierung gibt!

Weil uns mal jemand daraufhinweisen muss, wie gut es uns hier in diesem Land geht. Wie zufrieden, glücklich und dankbar wir sein können.

Genau DAS sollte uns unsere Weltenbummelei bescheren. Einen 'fremden' Blick auf all das Selbstverständliche. Ich hoffe, ich kann das irgendwann mal weitergeben...

Danke liebe 'Fremde'...

Donnerstag, 5. August 2010

Danke, liebe Birgitt!!!


... für diesen lieben Award!

Es gibt eine Frage zu diesem 'Glas Sekt', die ich natürlich gern beantworte:

'Was magst du am liebsten an deinem Blog?'

(ähm, habe ich gesagt, dass ich die Frage GERN beantworte????) Ja also... Vielleicht schreibe ich lieber, was mir am liebsten ist beim bloggen.

Ich schreibe gern und es 'erleichtert' mich Wort.... ach blabla, nee, ich schreibe einfach gern. Manchmal (in letzter Zeit eher selten) sprudeln meine Gedanken über und ich bin froh, wenn ich sie dann hier mal loswerde! ;-)
Außerdem leide ich mit Hund, Katze, Maus, Haus und Kindern sehr oft unter Langeweile, so dass ich froh bin, hier eine sinnvolle Tätigkeit gefunden zu haben. *schmunzel*

Naja, ick find's eenfach dufte,wa!

Danke Birgitt :-))


PS: Huch, ich will den doch noch weiterreichen...

Aber an wen??? Es gibt so viele tolle blogs.

Am meisten darf ich bei Annes An(n)sichtssachen lachen.
Und ihre Fotos berühren mich immer zutiefst: Fräulin Klein.
Sie ist meine Seelenschwester, die liebe Esther (jaja, ich weiß, Du magst keine Awards, nimm ihn bitte trotzdem mit).
Und sie hat schon einige Herzensträume erfüllt. ;-))

Wo ich bin....







Ich bin hier - und da werde ich wohl auch noch einige Zeit bleiben. ;-))

Aber es ist schön. Endlich!!! Das Bad des Grauens... Seine Zeit ist vorbei.

Montag, 26. Juli 2010

Geschehen lassen

Manches bindet unsere Gedanken fest an sich. Und anstatt einen Nutzen daraus zu ziehen, kauen wir es wieder und wieder. Wir drehen und wenden jedes noch so kleines Detail, bis es in tausend kleine Teilchen zersprengt, die wir danach alle versuchen zu betrachten und zu bedenken.

Und was bleibt? Zu oft nichts. Außer Sorgen, fehlenden Antworten, Zweifeln und Hadern. Am schlimmsten ist der Zustand bzw. die Erkenntnis, dass wir nichts sind und das Leben wenig Sinn macht. Diese beiden Gedankengänge erleben wir selten bewußt, sie sind gefährlich und schmerzhaft. Deshalb suchen wir andere Worte für genau dies. Wenn wir uns allerdings genau anschauen, was wir tun, stellen wir oft fest, wie wir uns vergleichen, wie uns alles viel zu schwer erscheint, wie müde wir sind und uns das Lachen im Hals feststeckt.

Wir leben nicht auf der Überholspur wie ich finde, sondern wir leben eine perfektionierte Verdrängungsstrategie. Wir suchen und finden Schuldige, diejenigen, die noch viel schlimmer sind als wir, diejenigen, denen es noch umso vieles schlechter geht als uns, die noch häßlicher sind als wir. Wir betäuben uns - bestenfalls - mit Musik, Shopping und anderen Ablenkungen.
Aber sind wir wieder allein mit uns, dreht die Gedankenmühle wieder weiter.

Denn was nützt es mir, wenn ich weiß, dass Menschen Hunger leiden. Schmeckt mir Fenchel deshalb besser? Liebe ich deshalb Pesto weniger?
Ich möchte mich nicht mit anderen messen. Schon gar nicht am Elend anderer. Denn dann brauche ich dieses Elend, um mich ab und an reich zu fühlen. Viel mehr sollte ich mich auf das besinnen, was ich habe. Dann kann ich wieder lächeln. Dann ist es fair. Dann können auch die anderen reich werden.
Denn wenn wir ehrlich sind, könnte jeder Hunger in Millisekunden beendet sein, wenn wir wirklich alle wollten. Aber wir wollen nicht... Können nicht... aus Angst? Es ist genug zu essen für alle da!

Wenn ich bei mir bleibe und meine Gedanken bei mir halte, dann kann ich sie ein- und ausschalten, wenn ich mag.

Es gab Zeiten in denen ich nachts aufgeschreckt bin, weil mich eine Sorge durchzuckte. Und sie blieb im Kopf. Sie ließ mein Herz bis zum Hals schlagen. Und scheinbar war ich mir sicher, dass ich alles gedanklich durchkauen muss, bis ich eine plausible, für den Verstand akzeptable Lösung gefunden habe. Aber ich wurde nicht fündig. Nur nervöser.
Bis meine Schwester mich fragte, was ich meine morgens um vier ändern zu können... Tja, was eigentlich? Nichts! Ich kann nichts tun. Außer einen neuen, einen anderen Weg zu wählen. Das kann ich jederzeit tun. Jetzt und sofort.
Ich muss die eingetretenen Pfade verlassen. Dazu muss ich auch das gedankliche Wirrwarr verlassen. Aufhören zu denken!

Atmen - ein und aus. Ganz bewußt mich darauf konzentrieren. Denn das hält mich am Leben! Ohne Steuerung, ohne Antrieb atme ich - ein und aus. Fantastisch! Jede Zelle des Körpers arbeitet unentwegt. Ohne Nachzudenken, ohne Mühen, ohne Verlangen nach mehr. Er tut seinen Job. Das sollte uns soviel wert sein. Wert ihm seine nächtliche Erholung zu geben anstatt den Puls hochzutreiben. Wir sollten ihn mit allem versorgen, was er braucht. Ihn achten und ihm danken.

Wenn wir uns auf uns besinnen, auf das, was uns leben läßt, dann können wir nur noch lächeln. Und wenn wir lächeln, können wir nicht verzagen, dürfen alle Gedanken, die uns nicht von Vorteil sind, gehen und uns verlassen.

Unser Körper sind wohl der am wenigsten geachtetste und meist gehaßte, meist kritisierteste Freund, den wir haben. Und er hält geduldig aus. Wenn er uns dann mal den Spiegel vor die Nase hält, ignorieren wir ihn.

„Geh du vor“
sagte die Seele zum Körper,
„auf mich hört er nicht.
Vielleicht hört er auf dich.“
„Ich werde krank werden,
dann wird er Zeit haben auf dich zu hören“
sagte der Körper zur Seele.

- Ulrich Schaffer -

Aber wir dürfen geschehen lassen. Alles! Je mehr wir festhalten, umso verkrampfter werden wir. Unsere Kräfte lassen nach. Und wir verpassen so vieles. Wir werden steif und starr.

Wir verpassen das Leben. Wir vergessen zu leben, wenn wir uns ständig sorgen. Wovor haben wir Angst? Vor dem finanziellen Ruin? Vor Hunger und Tod? Wir haben Talente, die uns unverwechselbar machen. Daraus läßt sich etwas machen. Ganz sicher! Wir können auf der Straßen singen, können um einen Apfel bitten. Und sterben tun wir auf jeden Fall. Wir werden unseren Körper verlassen. Ob wir an ein Leben nach dem Tod glauben oder überzeugt sind, ein 'Danach' gibt es nicht. Wir werden die Schlacht verlieren. Und was wäre so schlimm, wenn wir nie im Fussballstadion waren? Wir sind dann tot. Dann interessiert es uns eh nicht mehr.

Also stürzen wir uns ins Getümmel. Ohne Furcht und Tadel! Seien wir Ritter!

... und lassen geschehen! Es kommt wie es kommt - so oder so. ;-))

Samstag, 24. Juli 2010

Gute Nacht




Kurz bevor die Sonne aufgeht,
ist die Nacht am dunkelsten.


Selma Lagerlöf

Oh nein!!!!

Ich habe sie gefunden - die ultimativen Fliesen für's Bad!!!
Aber mein Mann was not amused als er den Preis gesehen hat. Ich will aber nur die!!! Nix anderes!!!

Ich muss jetzt Überzeugungsarbeit leisten die nächsten Wochen... ;-)))

Aber dann...

Ich freu mich sooooooooooooooooo tieriiiiiisch... :-)))

Liebe Grüße,
Anke

PS: Die Spamflut von englischsprachigen Internetseiten zur Badrenovierung reißt nicht ab! grrrrrrrrrrrrr...

Mittwoch, 14. Juli 2010

...



Sei Liebe - dann brauchst Du sie nicht zu predigen!

Have an amazing moment

Transformation is an instant-moment thing, open to us and available to us in any and every second. Life starts anew when you say it does. Therefore be gentle with yourself about yourself. Kiss away your (imagined) faults, foibles, and failings, and remember this always: If you saw you as God sees you, you would smile a lot.

Neale Donald Walsch

Freitag, 9. Juli 2010

Danke

... für Eure lieben Glückwünsche!

Danke, Gabriela für Deine lieben Worte!

Und ja - der 7.7.1967 war ein besonderer Tag! Wie auch der 31.3.1756 ein ganz besonderer war.

Jeder Tag ist es. Jeder Mensch ist es. Jeder Lebensumstand ist es. Alles ist es! Alles, jede Sekunde ist unwiederbringlich.

Wie leicht sagen wir, gib jedem Tag die Chance, der schönste Deines Lebens zu werden. Und dann schauen wir uns die Nachrichten an, lassen uns von Schreckensnachrichten leiten, fühlen oft nur noch, wenn Informationen die Grenzen zur Sensation schon längst überschritten haben. Und schon meinen wir zu wissen, wie 'schwierig' und 'hart', 'grausam' und 'kaltherzig' die Welt ist. Unser Verstand kann sich beruhigt zurücklehnen.

Tja, so haben wir dem Tag wieder jede Chance genommen...

Also schau ich auf all das, was mir Schönes und Gutes widerfährt. Und dann warten plötzlich tausend Wunder auf mich. Und jeder Tag wird spannend. Dann kann ich auch in Tiefen abtauchen, die mir wieder bewußt machen, wieviel Grund zur Dankbarkeit ich habe.

Deshalb ignoriere ich nicht, was ich um mich herum erfahre. Aber ich lasse mich davon nicht leben.

Ich schicke Euch allen Licht und ganz viel Liebe, Freude und Glück (habe nämlich grad davon im Übermaß)
Anke

...



Ihr wißt, was das heißt???



Genau - es geht los! ;-))

Donnerstag, 8. Juli 2010

Vor 43 Jahren

sah ich so aus (also das Baby rechts im Bild)



und heute so



Ich liiiiiiebe es Geburtstag zu haben! Jedes Jahr aufs Neue! ;-))

Und gestern war ein ganz besonderer Tag, Geburtstag, Halbfinaltag :-((...

Meine lieben Gäste haben ihn unvergesslich gemacht. Es war der authentischste Jahrestag von allen. Und ich habe ihn so sehr genossen.
Wie sagte Kelly: 'Es ist wie in Brasilien - überall wird gegessen, geredet und alle sind frei.' - Das war das schönste Kompliment. Denn so soll es sein!

Mein größtes Geburtstagsgeschenk hat mir meine Familie gemacht. Sie hat innerhalb von zwei Tagen, den Schutt- und Schrottplatz vor meinem Wohnzimmerfenster in einen Tanzsaal verwandelt. Ich freue mich soooooooooooooooooo sehr darüber, dass ich ihr einen ganzen Post widmen werde. (Das hier ist meiner!) ;-))))

Ja, ich liebe Geburtstag. Und seit ich 40 geworden bin, ist es jedes Jahr schöner geworden. ;-) An meinem 40. war meine Familie (fast) komplett. Es war das leztte Jahr, in dem mein Vater dabei war, meine Schwester hat für kurze Zeit in Deutschland gelebt und war hier und mein Bruder selbstverständlich auch. ;-) Dieses Jahr war keiner der dreien da - aber Freunde waren zu besuch. Durchgeknallte, verrückte, internationale, kreative und absolut heißgeliebte Freunde! ;-))

1974 sind wir am 7.7. Weltmeister geworden, am 7.7.1985 hat Boris das erste Mal in Wimbledon gesiegt. Wer konnte ahnen, dass wir gestern das Halbfinale versemmeln??? Also ich nicht!!! Nachdem wir kurz - bis auf Daniel! hehe - alle etwas 'aggro' waren, haben wir noch bis halb zwölf auf der Terrasse gesessen - bei Kerzen- und Fackelschein...

Alte Grüße,
Anke