Sonntag, 3. Februar 2013

Spotlight


... und alsdann erschien er vor mir. Ich fragte ihn, was ich tun solle und er deutete mich zu folgen. Da ich mich bei ihm sicher wußte, folgte ich ihm. Zunächst zögernd, aber voller Vertrauen. Es war, als folgte ich mir selbst. Dieses Vertrauen war mir fremd geworden. Umso mehr genoß ich es, wie ich im Nachhinein feststellte. Denn währenddessen war es ruhig in meinem Kopf - keine Erwartungen, keine Fragen, keine Ahnung... In meinem Kopf war es ruhig geworden. Der Versuch, eine Definition für 'Wille' zu finden, war in Vergessenheit geraten.
Und so lief ich zwischen hochgewachsenen Bäumen hindurch. Der Weg wurde steiniger, dann felsiger. Irgendwann - unbemerkt - waren wir in einer Felsenhöhle angelangt.
Nch einer Weile entdeckte ich in der Felsenwand ein Spotlight. Ein zielgerichtetes Licht auf ein Nest. Ich stand plötzlich davor, war entzückt von der kleinen Mausefamilie die sich von der Wärme der Lampe beschienen ließ und sich selbst genug war. Sie bemerkten uns nicht.
Er deutete mich, mich dazuzulegen, was ich ohne zu Zögern tat. Ich rollte mich auf der Seite zusammen und schaute diesen kleinen Lebenwesen verliebt zu. Ich wollte kein Teil diser Einheit sein. Das wußte ich. Aber was ich dort verstehen sollte, war mir nicht klar. So blieb ich liegen und schaute.
Er verließ mich unbemerkt.

Und plötzlich verstand ich tief in mir - Wille ist Fokussierung! Das Spotlight in den Wirrungen des Lebens.

Ich erwachte in großer Dankbarkeit. Und ich halte Ausschau nach den großen und kleinen Lichtern in meinem Leben. In Dankbarkeit und in ruhigem Vertrauen...

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