Freitag, 7. Mai 2010

Tage der Diäten - oder so....


... war gestern. Ein norddeutscher Radiosendung bat um Stellungnahme. Nachdem ich mich mal mit einem Anruf dem Grand Prix d'Eurovision de la Chanson (oder so ähnlich) sehr blamiert habe, als ich meinte, wir müßten eben einfach eine bessere Aussenpolitik machen, dann würden wir auch mehr Punkte bekommen, habe ich beschlossen, NICHT anzurufen. Da ich aber gestern viel im Auto unterwegs war und ständig mit dieser Frage konfrontiert wurde, kam ich nicht umhin, mir Gedanken zu machen.
Leider ja auch aus mehr als gegebenen Anlass... :-(

Vorweg - ich gehöre nicht zu den Dicken, die sich wohl in ihrer Haut fühlen! Aber ich mag es niemandem absprechen, dies zu tun. Bestimmt fühlen sich sowieso nicht alle wohl in ihrer Haut bzw. Figur. Besonders uns Frauen betrifft dieses Thema, glaube ich. Und somit sitzen wir eh alle in einem Boot.

Gut, also wohlfühlen Nein! Aber ich lerne immer mehr mich abzufinden. Damit mich meine Figur nicht lebt. Und ich Abstand bekomme. Als ich neulich 'ausgehfein' ins Wohnzimmer kam, strahlte mein Sohn: 'Mama, Du siehst aber schön aus.' - 'Naja, mein Schatz, so gut wie möglich eben.' - 'Quatsch, schöner kann man doch gar nicht sein.' ... Vor einiger Zeit hätte ich diesen Dialog sicherlich noch mit '... aber ich bin zu dick.' kommentiert. Dies konnte ich schonmal bleiben lassen. Denn Dicksein bedeutet nicht die Abwesenheit von schönsein. Denn sonst wären im Umkehr alle Schlanken schön. Und - verzeiht mir - aber das trifft es auch nicht so ganz. Außerdem und besonders liegt Schönheit im Auge des Betrachters!

Eine Zuhörerin sagte, für sie hätten Diäten nur dann Sinn, wenn man auch etwas für den Kopf täte. Und so übe ich mich im Loslassen - gedanklich zunächst. Und in der stillen Hoffnung bzw. Überzeugung, dass der Körper dann eh nicht anders kann als zu folgen.

Der Bruder einer lieben Freundin liegt im Sterben. Der Krebs zerfrißt sein Gesicht und er hat unendliche Schmerzen. Er hat sich immer gesund ernährt, hat soviel wert auf seine Gesundheit gelegt. Das schützt uns nicht, wenn die Seele nicht auch 'gesund' ist. Die Angst vor Krebs, das ständige Gedankenkreisen macht viel mehr krank als gelegentliche Konservierungsstoffe, denke ich.

Und vor diesem Hintergrund möchte ich einfach genießen. Das Essen (gibt es Sinnlicheres? Naja, Zweitsinnlicheres hihi), das Leben, jeden Tag, jede Sekunde.
Das ist meine Diät. Und die ist manchnmal nicht so einfach einzuhalten. Aber eine gewinnbringende - keine mit tausend Entbehrungen und Frustrationen (ich mag nicht nur ein Salatblatt auf meinem Teller haben und das glücklich und dankbar angrinsen!!!).

Ich will LEBEN!! Dann kommen die Zellen in Schwung und der Stoffwechsel - und schwupps kann ich nicht mehr soviel essen wie ich brauche. DAS ist die einzige Diät zu der ich mich überreden ließe! :D

... sprach's und trank ein großes Glas Wasser... hihi

Kommentare:

  1. Ich umarm dich für diese wahren Zeilen :o))))
    Du hast sowas von Recht. das könnte von mir sein. Obwohl, ich hätte es nicht ansatzweise so treffend formulieren können. Aber ich stimme voll und ganz mit dir überein.

    LG kristin

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  2. Also darf ich Dir Cupcakes backen, wenn Ihr kommt?

    Fein!!!!

    (Ich kann ja als Deko ein Salatblatt daneben legen)

    LG
    Nani

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  3. Nani!!! Ich bestehe auf das Salatblatt :D

    Du darfst IMMER kochen und backen. Ich liebe Dich dafür! *schwelg*

    Schmatz

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  4. YES!!! Du sagst es! Annehmen, negative Einstellungen Loslassen - DAS ist der Schlüssel zum Glück!

    Und auch, wenn ich momentan auf mein gesundes Frühstück stehe - sollte es mir mal nicht mehr schmecken, werde ich mich nach etwas anderem umsehen, denn GENUSS beim Essen ist mir das allerwichtigste!
    Okay, manchmal vergesse ich das und hab die Tafel Schokolade gegessen bevor ich sie genossen habe, aber das muss an Frusttagen auch mal drin sein ;o)

    Liebe Grüße und viel Spaß beim Genießen,
    Melanie

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  5. Du sprichst mir mit vielem aus der Seele. Danke für diese schönen Gedanken und Worte.

    FrauSchmitt

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