Sonntag, 29. März 2009

Wunder?





Weihnachten gehen wir nicht in die Kirche. Wir gehen immer in die Natur, nehmen eine Laterne mit - und danken für alles, was uns im letzten Jahr widerfahren ist, was wir erleben durften. Wir sprechen unsere Dankbarkeit leise oder laut aus. Jeder auf seine Weise. Den Kindern gefällt diese Tradition, und auch ich finde es einen schönen Einstieg in den Heiligen Abend. Vorletztes Jahr waren wir an einer Stelle im Wald, wo mein Vater schon als Kind gespielt hat und uns oft von seinen Erlebnissen erzählte. Auch als ich noch Kind war, sind wir dort vorbeigegangen. Es hatte keinen Grund, wieso wir uns diese Stelle ausgesucht haben damals. Dieser Ort fiel uns nur spontan ein - und es war ein sehr tiefes Erlebnis. Vier Wochen später starb mein Vater...
Für das letzte Weihnachtsritual haben wir uns die Eiche auf unserem Grundstück ausgesucht. Die Kinder wollten es so. Ich wäre zwar lieber wieder ein Stück gefahren - aber als wir unter dieser großen Eiche standen, habe ich ihr für den Schutz und die Schönheit danken können. Das hatte ich noch nie zuvor getan - mich eigentlich immer nur über ihr vieles Laub geärgert. ;-) Und plötzlich fiel mir noch etwas ein, das ich hier zu erledigen hatte. Mir war sehr schnell klar, wieso die Kinder diesen Platz für unser Ritual ausgesucht hatten.
Und nun seht, was an dieser Stelle gewachsen ist - aus dem Eichenstamm heraus (so sieht es zumindest aus). Ein Kätzchenstrauch! War es bei Aschenputtel nicht auch ein Weidenstrauch, der 'Gold und Silber' über sie warf?

Ich finde, wenn wir die Augen offen halten, begegnen uns täglich so unendlich viele Wunder! Danke!

Kommentare:

  1. Du hast ja so recht! Man sollte öfters mal einen Gang runterschalten. Achtsamer durch den Tag gehen, um die vielen kleinen Wunder / Glücke auch wahrzunehmen.

    Ich wünsche dir einen schönen Sonn(en)tag
    liebe Grüße
    Tina

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  2. Liebe Anke
    Wie schön und so zart... ich schätze es sehr, dass du uns auf deinem Blog immer wieder auf grosse und kleine Wunder aufmerksam machst.
    Ich erlebe auch immer wieder so kleinere und grössere Liebesbeweise unseres Schöpfers und freue mich dann sehr darüber. Es ist, wie wenn er mir damit ins Ohr flüstert: Ich hab dich lieb! :-)
    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag!
    LG
    Claudine

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  3. liebe anke,
    es ist wieder so schön geschrieben, dass ich keine worte bekomme..
    ich kann es im moment auch sehr gut nachvollziehen mit deinem vatter..auch bei uns ist etwas ein bisschen ähnliches passiert ..haben uns spontan mit meiner mutter an einen freund erinnert und ihm schöne gedanken gewidmet und letzte woche erfahren müssen, dass er gestorben ist..es gibt so viel geheimnisvolles, zeichen, die wir unbewusst wahrnehmen..
    danke, dass du so berührend auch über diese themen schreibst !!

    herzliche grüße
    barbora

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