Mittwoch, 11. Februar 2009

Der Freiheit entgegen



Für mich ist dies wohl das Jahr der (Ent)Scheidungen...

Wow - das Thema 'Abhängigkeit' hat sich mit einem lauten Knall aus meinem Leben verabschiedet! Das klingt soweit sehr gut, oder? ;-) Aber irgendwie hinterläßt es auch einen schalen Nachgeschmack bzw. Trauer. Abschied - egal von was - tut halt doch immer weh.

Nein, ich war nicht zur Entziehungskur o.ä. Aber mir wurde vor einiger Zeit klar, dass es Abhängigkeiten in meinem Leben gab, die mir kaum bzw. gar nicht bewußt waren. Also habe ich daran 'gearbeitet'. Und ich hatte eine gute Bekannte, in deren Leben 'Abhängigkeit' ein großes Thema ist. Differenzen gab es immer - und immer wieder auch Versöhnung. Sie machte mich immer wieder auf mich selbst aufmerksam,war ein guter Spiegel. Natürlich blieb sie - es stand ja noch etwas im Raum... :-)
Aber jetzt - jetzt ist sie verschwunden. Hat versucht, mir die Verantwortung für ihre Entscheidungen zu übergeben. Bei dem Versuch kam es zum Knall. Und dieser Knall war so laut und doch so selbstverständlich, dass ich weiß, dass es jetzt endgültig ist. Und ich weiß, dass ich einen großen Schritt weitergehen konnte. Juchhu!!!
So befreit, so überwältigt!

Noch etwas unsicher und zaghaft zwar - aber es geht weiter! Achtsam und geduldig mit mir selbst im Reinen setze ich einen Fuß vor den anderen. Wenn man sein Leben 'etwas' verschrieben hat, muss man erst lernen, seine Füße selbst zu benutzen. Und das werde ich. Nein, das tue ich - schon längst. Ich habe es nur gar nicht gemerkt. ;-)

Es ist davon geschlichen... Oder ich bin festen Willens einfach schneller gegangen. Wie auch immer - ich sage 'Aufwiedersehen'...

Allerdings ist mir auch bewußt, dass es in unserem Leben so viele Abhängigkeiten gibt, dass wir sie niemals ganz loswerden - wahrscheinlich. Aber die Abhängigkeiten, die uns leben, die unser Leben steuern und das ganz offensichtlich, die möchte ich loslassen. Sie stehen im Raum und machen auf sich aufmerksam. Und ich kann entscheiden - 'bleib!' oder 'Adios!'. :-)


Einen Tag in größter Unabhängigkeit wünsche ich,
Anke

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