Samstag, 17. Januar 2009

Das Plappermaul



Es war einmal ein Plappermaul
war niemals stille, niemals faul.
Ihr großer Schlund war stets zu seh'n,
Der Mund, er schien nie zu zu geh'n.

Niemand konnte sie ertragen
niemand konnte einmal fragen
wann sie wieder stille sei
wann sie sie von sich befrei

Das Plappermaul merkte das nicht
stand da mit offenem Gesicht
und sprach mal lauter und mal leise
doch ruhig war sie auf keine weise

Schließlich hörte niemand zu
begab sich an nen Ort der Ruh
Plappermäulchen nahm's persönlich
hielt sich für wen'ger als gewöhnlich

Es litt so große Herzespein
fühlte sich so matt und klein
schwor sich niemals mehr zu sprechen
wollt sich für den Schmerze rächen

Es wurde dick und unzufrieden
trug mit sich das Schild 'Ausgeschieden'
nur manchmal traut es sich zu reden
und wünscht' sich dann sofort nach Schweden

Dort wo sie niemand konnt versteh'n
dorthin wollte sie lieber geh'n
sie fühlte sich als nicht geliebt
unrichtig und wie ausgesiebt

Dabei liebte sie das Spiel mit Worten
mocht Rüschen und auch Spitzenborten
sie war nicht falsch - wie sie stets dacht'
weil sie so oft wurd ausgelacht.

Sie fühlte sich nur mißverstanden
und ihre Lebensgeister schwanden.
Bis sie dann nen Füller fand
er fand den Weg in ihre Hand.

Sie fing sofort zu schreiben an
band Wort für Wort zu nem Roman
war stille nun und auch stets leise
erfreute nun auf diese Weise.

Und sie verstand,
dies sie mit der Welt verband.
Sie hatte ihren Schatz gefunden
und sich mit all'n in Fried verbunden.

So war sie recht, sie wußt es nun
sie mußte es nur einmal tun
sie mußte ihren Weg nur finden
sich dabei nicht an andre binden.

Sie mußte ihn alleine geh'n
und so ihr eigen Wahrheit seh'n.
Die kann sie jetzt erfüllt erleben
und dabei auch noch Freude geben.


A.E.

Kommentare:

  1. Oh, Anke...!
    Ich bin sooo gerührt!!!
    Und habe keine Worte....

    ICh drück dich einfach fest!!!!:-)

    Deine Catalina

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  2. Oh Anke,
    ich muss dich knotschen ! ;o)
    Du Phoethin!-Das ist zauberhaft, das ist süß, das ist schön, das passt...
    Ohne Worte Esther

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  3. Lovely picture of the rose!
    Camilla

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  4. Liebe Anke,
    vielen, vielen Dank für Deinen lieben Kommentar von gestern. Die Nähmaschine fühlt sich auch sehr wohl an ihrem neuen Platz. Charlotte liebt den Schaukelstuhl! Dein Gedicht ist wunderbar - ich werde es sicher noch ein paar Mal lesen! Ein schönes Wochenende und alls Liebe *Kerstin*

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  5. Hallo, ein herrliches Foto mit so einem passendem Gedicht.Toll!!!!!!!Ein schönes Wochenende wünscht dir, Elke. :) :) :)

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  6. Liebe Anke
    Hast Du dieses schöne Gedicht geschrieben?? Du bist eine sehr gute Poetin! Ich mag es sehr die Art wie Du schreibst!! :-)
    Einen wunderschönen Samstag wünsche ich Dir meine Liebe!!
    Claudine

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  7. kann ja gar nicht perfekter sein... aber allein bist du nicht, auf dem wege sind viele hände, die dich halten...
    weiterso, liebste schwester

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  8. Ich kann mich Maren nur anschließen! Küßchen

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  9. Liebe Anke

    Schau mal in meinen Blog. Ich habe da was für Dich... ;-)
    LG
    Claudine

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  10. Ein wundervolles Gedicht...
    Es rührt mich sehr. Mehr kann ich dazu im Moment gar nicht sagen...

    Liebe Grüsse und ein wunderschönes Wochenende,
    Manou

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  11. Was für ein wunderschönes Gedicht ...

    Einen schönen Sonntag und liebe Grüße, Heike

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  12. Ich kann Dich zu diesem Gedicht nur in meine Arme schließen.....Du süßes kleines Plappermaul!

    Gedrückt
    Deine
    Nani

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  13. Hej Anke,
    schön das du dein Gedicht veröffentlicht hast.
    Du bist so wie du bist...richtig.
    *
    Jedenfalls ist es besser ein eckiges Etwas zu sein
    als ein rundes Nichts.
    Hebbel

    glG
    Simone

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